Mit zwei persönlichen Auszeichnungen wechselte Aymeric Minne zur SG Flensburg-Handewitt. Der 29-Jährige avancierte als Spielmacher von HBC Nantes zum besten Torschützen der französischen Liga und wurde auch zum MVP gekürt. Die Redaktion sprach nach dem ersten SG Training mit dem Franzosen.
Aymeric, mit 29 Jahren wechselst du erstmals ins Ausland. Das klingt nach einem sportlichen Abenteuer…
Aymeric Minne: Ich sehe es eher als den nächsten Schritt in meiner Karriere. Natürlich ändert sich etwas, wenn man in ein anderes Land geht. Ich habe mir aber alles gut überlegt und bin mir sicher, dass ich nur weitere Fortschritte machen kann, wenn ich in der besten Liga der Welt spiele.
Mit welcher Rückennummer spielst du für die SG? Was bedeutet sie dir?
Aymeric Minne: Ich habe jetzt die 44. Bislang hat mich mein ganzes Leben die Vier begleitet. Sie hatte ich schon als kleiner Junge und habe sie weiterhin in der französischen Nationalmannschaft. Bei der SG war das nicht möglich, da die Vier Legenden-Status besitzt. Also entschied ich mich für eine doppelte Vier.
Wie sind deine ersten Eindrücke von Flensburg als Stadt?
Aymeric Minne: Bislang konnte ich noch nicht viel sehen. Ich kam am Mittwoch nach Flensburg und erhielt am Donnerstag den Schlüssel zu meiner Wohnung. Die Stadt wirkt übersichtlich und nett, deutlich kleiner als Nantes oder Toulouse, wo ich länger gelebt habe. Sehr gut gefällt mir die Förde, die sich bis zur Innenstadt zieht. Sicherlich werde ich hier ein paar nette Plätze entdecken.
Wie hast du die SG bislang wahrgenommen? Was sind die größten Unterschiede zu HBC Nantes?
Aymeric Minne: Die letzten beiden Spielzeiten habe ich genau mitverfolgt. Es ist sehr schade, dass der dritte Platz in der Bundesliga nicht die Qualifikation für die EHF Champions League reichte. Wir hoffen, dass es in der kommenden Saison anders sein wird. So wahnsinnig anders spielen die Mannschaften nicht. Der größte Unterschied wird für mich sein, dass ich nun neue Teamkollegen habe. In Nantes hatte sich über fünf oder sechs Jahre ein Stamm gebildet. Da wusste ich von jedem, was er auf dem Spielfeld bevorzugt und was er nicht mag. Um mit der SG auf dieses Niveau zu kommen, müssen wir nun viel trainieren.
