Stripes
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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Den Schalter überzeugend umgelegt

07.02.2019 -DKB Handball-Bundesliga: 30:23 – starke Vorstellung in Abschnitt zwei

Die SG Flensburg-Handewitt startete ins Jahr 2019 mit einem unter dem Strich souveränen 30:23 (13:12)-Erfolg bei der HSG Wetzlar. Damit stockten die Nordlichter ihre Bilanz in der DKB Handball-Bundesliga auf stolze 40:0 Punkte auf. „Es war die erwartet schwere Aufgabe“, meinte SG Trainer Maik Machulla. „Aber meine Mannschaft war mental voll auf der Höhe und hat bewiesen, dass sie nach wie vor Lust hat, Handball zu spielen.“

Eine nette Geste: Vor dem Anpfiff ehrte die HSG Wetzlar nicht nur ihren Rechtsaußen Kristian Bjørnsen für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft, sondern auch die sieben anwesenden SG Medaillengewinner. Maik Machulla setzte auf den „Flow“ des Großturniers und bot neben Benjamin Buric und Tobias Karlsson gleich sechs seiner Herning-Finalisten auf. Das rentierte sich sofort: Magnus Rød traf aus der zweiten Reihe, Rasmus Lauge und Lasse Svan schlossen erste Gegenstöße ab. Schnell hieß es 0:3. Ein Blitzstart – ein Selbstläufer wurde es dennoch nicht. Wetzlar schloss wieder auf und hatte beim 6:7 erstmals die Chance zum Ausgleich. Doch der Ball knallte mit voller Wucht an die Latte.

Wichtiger Treffer vor der Pause
Torbjørn Bergerud fehlte, musste mit einem Magen-Darm-Virus in Flensburg bleiben. So war frühzeitig klar, dass Benjamin Buric bei seiner erstmaligen Rückkehr zu seinem hessischen Ex-Klub anfangen würde. „Es war schon etwas merkwürdig und hatte eine besonderen Charakter wieder in Wetzlar zu sein, doch in den 60 Minuten war ich zu 100 Prozent auf die SG fokussiert“, sagte der bosnische Keeper im Sky-Interview. Er freute sich nach einer Viertelstunde bereits über insgesamt fünf Paraden. Der Gegner hielt aber Kontakt und glich zum 10:10 aus. Die SG deckte nun mit einer 5:1-Formation. Die Schweden Hampus Wanne und Simon Jeppsson griffen ein. Der große Halblinke schraubte sich zwei Mal in die Höhe und lochte mit strammen Würfen ein. Dennoch hatten die Wetzlarer die Chance, mit einer Führung zum Pausentee zu marschieren. Sie verloren allerdings wenige Sekunden vor der Halbzeit den Ball. Benjamin Buric schleuderte den Ball schnell nach vorn: Johannes Golla war zur Stelle und markierte den 12:13-Halbzeitstand.

Gøran Søgard Johannessen agierte als Spielmacher.

Spektakuläre Parade von Benjamin Buric
Die SG kehrte mit neuem Elan aus der Kabine zurück. Magnus Rød setzte sich sofort energisch durch, den nächsten Angriff schloss Lasse Svan vom rechten Flügel zum 12:15 ab. Erstmals seit der unmittelbaren Anfangsphase lag die SG mit drei Treffern vorn. Geburtstagskind Magnus Jøndal mit einem sicher verwandelten Siebenmeter und Spielmacher Gøran Søgard Johannessen konservierten mit ihren Toren den Vorsprung. Benjamin Buric kaufte Wetzlar spektakulär einen Gegenstoß ab. „Er war ein wichtiger Faktor für die SG“, erkannte HSG-Linkshänder Stefan Cavor im Sky-Interview an. „Ein starker Torwart ist nun einmal die halbe Miete.“ Im  Gegenzug erreichte der Ball Anders Zachariassen, der auf 14:18 erhöhte. Die SG rauschte nun mit Polster über das Parkett.

Souveräne Schlussphase
Eine gute Viertelstunde vor Schluss nahm HSG-Coach Kai Wandschneider ein Team-Timeout und ordnete einen offensiven 4:2-Deckungsverband an. Kurzfristig verspürten die Hausherren Aufwind, verkürzten auf 19:21 – auch weil Stefan Cavor nur schwer zu halten war. Die SG wackelte aber nicht wirklich und hatte prompt eine Antwort parat. Einen Konter vollendete Anders Zachariassen zum 19:23. Hampus Wanne legte einen Strafwurf souverän in die Maschen und packte so noch einen drauf. Die Vorentscheidung! Beeindruckend, wie die Mannschaft den Schalter von der WM auf den Vereinsbetrieb umgelegt hatte. Das I-Tüpfelchen: In der Schlussphase kam Nachwuchsmann Johannes Jepsen für einen Siebenmeter und feierte sein Debüt in der DKB Handball-Bundesliga.

Simon Jeppsson machte wichtige Tore. Fotos: Anderson-Jensen


HSG Wetzlar – SG Flensburg-Handewitt 23:30 (12:13)
HSG Wetzlar: Klimpke (9/1 Paraden), Ivanisevic (bei einem 7m, ab 50.) – Bjørnsen (3), Ferraz, Schreiber, Torbrügge (1), Frend Öfors (1), Holst (4/3), Waldgenbach, Schefvert (4), Rubin, Lux, Lindskog (2), Cavor (8), Mirkulovski, Weissgerber
SG Flensburg-Handewitt: Buric (14/1 Paraden), Jepsen (bei einem 7m) – Karlsson, Golla (1), Hald, Glandorf, Svan (2), Wanne (2/2), Jeppsson (3), Jøndal (3/1), Zachariassen (5), Johannessen (2), Lauge (7), Rød (5)
Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen); Zeitstrafen: 8:10 Minuten (Schefvert 6, Torbrügge 2 – Rød 4, Karlsson 2, Svan 2, Zachariassen 2); Rote Karte: Schefvert (56., dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 4/3:4/3 (Holst scheitert an Buric und trifft im Nachwurf – Jøndal verwirft gegen Klimpke); Zuschauer: 4204
Spielverlauf: 0:3 (3.), 2:3 (5.), 3:5 (10.), 5:6 (14.), 6:7 (16.), 7:9 (19.), 8:10 (21.), 10:10 (24.), 11:11 (28.), 12:12 (29.) –  12:15 (32.), 14:16 (36.), 14:18 (38.), 15:20 (41.), 17:20 (43.), 19:21 (46.), 19:24 (50.), 20:26 (52.), 22:27 (54.), 22:30 (58.)

 

Von: ki

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