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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Eine Runde weiter

22.10.2014 -DHB-Pokal: 38:22 – rauschendes Handball-Fest

Die SG Flensburg-Handewitt hat das Achtelfinale im DHB-Pokal erreicht. Am Abend schlug sie die MT Melsungen mit 38:22 (18:13). Die Auslosung für die nächste Runde findet am kommenden Mittwoch statt. „Ich bin begeistert von der Schnelligkeit und der Konsequenz unserer Mannschaft", erklärte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Die Zuschauer, die da waren, haben Alarm gemacht wie 6000. Und diejenigen, die nicht da waren, werden sich hoffentlich ärgern, weil sie ein richtig gutes Spiel unserer SG verpasst haben."

Das war keine Überraschung: Am Kreis musste diesmal Anders Zachariassen ran. Der dänische Neuzugang ging mit der erhöhten Verantwortung blendend um, erzielte schon in der Anfangsphase seine ersten Treffer. „Das war wirklich eine hervorragende Leistung von ihm", lobte SG Trainer Ljubomir Vranjes. „Ich bin schon etwas stolz auf ihn, das gilt aber auch für alle anderen in unserer Mannschaft." Die erste Führung gegen kecke Melsunger glückte Anders Eggert. Der Goalgetter kam von Linksaußen gekonnt zum Zuge. 4:3! Dieses Ergebnis schien ein kleines Signal gewesen zu sein. Schnell zündeten sich aus der Abwehr heraus zwei Gegenstöße, die Drasko Nenadic und Holger Glandorf zum 6:3 vollendeten.

Beachtliches Pfund: Johan Jakobsson.

Tobias Karlsson musste für eine kurze Zeit auf der Bank behandelt werden. So lange deckte die SG in einer 5:1-Formation mit Drasko Nenadic in der Spitze. Die Hausherren konnten die Hessen dennoch auf Distanz halten. Ein Zwei-Tore-Polster hielt konstant. Nach knapp 20 Minuten setzte die SG sogar einen drauf. Lasse Svan spurtete durch zum 11:7. Im Gegenzug kassierte Drasko Nenadic seine zweite Zeitstrafe, während MT-Trainer Michael Roth ein Team-Time-Out tätigte. Die SG war aber bestens eingestellt, antwortete stets auf Gegentreffer der Melsunger. Häufiger mit dem Mittel der Schnellen Mitte. Abwehr und Torwart Mattias Andersson machten einen starken Job. So gingen vom eigenen Kreis immer wieder Konter aus. Lasse Svan und Lars Kaufmann bedankten sich. 17:11 – das sah doch schon wirklich gut aus! Die Zuschauer waren in der Pause voll zufriedengestellt. 

Michael Nicolaisen mischte am Ende mit.

Auch der zweite Durchgang verlief ganz nach dem Geschmack der SG Fans. Die „Hölle Nord“  erhob sich für Anders Eggert, der einen Siebenmeter über Mikael Appelgren im hohen Bogen legte, und feierte Mattias Andersson für fast unzählbare Paraden. Die Melsunger operierten nun mit einer 5:1-Defensive, konnten den Spielrausch der Gastgeber nicht stoppen. Tor um Tor zog die SG davon. Beim 24:15 intervenierte Michael Roth noch einmal mit einer Auszeit, doch der SG Elan war an diesem Abend nicht zu stoppen. Eine Doppel-Parade von Mattias Andersson und ein sattes Geschoss von Johan Jakobsson zum 26:16 sorgten für die endgültige Entscheidung. „Wir werden nicht mehr unterschätzt, was früher unser Vorteil war", bemerkte Michael Roth. „Der Einsatz war am Anfang vorhanden, doch am Ende haben wir ein Aufbäumen gänzlich vermissen lassen."

Ljubomir Vranjes nutzte nun die volle Klaviatur seines Kaders. Der Angriff operierte ohne Thomas Mogensen, auf den Außenbahnen stürmten Hampus Wanne und Bogdan Radivojevic, während in der Defensive wieder eine 5:1-Formation zum Tragen kam. "Auch in diesem System wurde sehr gut und aggressiv gedeckt", sagte Ljubomir Vranjes. "Überhaupt bin ich heute mit allem zufrieden." In den letzten sechs Minuten kam Youngster Michael Nicolaisen zum Einsatz, der sich mit dem 35:22 in die Torschützenliste eintrug. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, skandierten die begeisterten Fans. Was für ein Freudenfest!

Thomas Mogensen war kaum zu stoppen. Fotos: Ki

 

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 38:22 (18:13)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (22 Paraden) – Karlsson, Nenadic (3), Eggert (5/3), Glandorf (2), Mogensen (3), Svan (7), Wanne (2), Nicolaisen (1), Kaufmann (5), Jakobsson (2), Zachariassen (6), Radivojevic (2)
MT Melsungen: Appelgren (7 Paraden), Sandström (5 Paraden, ab 43.) – Maric (1), Rnic (6), Fahlgren (1), Schröder, Hildebrand (3), P. Müller (1), Allendorf (2), Vuckovic (4), M. Müller (1), Boomhouwer (1), Danner (2) 
Schiedsrichter: Dinges/Kirsch (Eggenstein); Zeitstrafen: 18:4 Minuten (Nenadic 4, Zachariassen 4, Mogensen 4, Karlsson 2, Glandorf 2, Radivojevic 2 – Danner 2, P. Müller 2); Siebenmeter: 3/3:2/2; Zuschauer: 2890
Spielverlauf: 1:2 (2.), 2:3 (6.), 6:3 (10.), 7:5 (11.), 9:6 (14.), 11:7 (19.), 12:9 (21.), 14:10 (24.), 17:11 (26.), 18:12 (29.) – 19:14 (34.), 21:14 (36.), 24:15 (40.), 25:16 (41.), 27:16 (43.), 27:18 (46.), 29:19 (51.), 31:19 (52.), 34:20 (56.), 34:22 (58.)

Von: ki

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