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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Bergischer HC

Als normaler Aufsteiger wurde der Bergische HC nicht gehandelt. Nach fast der Hälfte der Saison bestätigen sich diese Einschätzungen: Der Rückkehrer aus dem Westen hat sich fern der Abstiegszone im Mittelfeld der DKB Handball-Bundesliga eingenistet.

Ein Rückkehrer: Christopher Rudeck.

In der Vergangenheit tendierte der Fusions-Klub aus den Städten Solingen und Wuppertal oft nach Köln, um dort zwei Mal in einer Saison mit einem „Highlight-Spiel“ zu gastieren. In diesem Herbst erfolgten binnen zwei Wochen zwei Auftritte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf – im ISS Dome, wo auch der Pixum Super Cup ausgetragen wurde. „Unser ganz sicheres Ziel ist es, bei beiden Spielen den Unterrang inklusive Business- und Logenkapazitäten auszuverkaufen – dies wären dann 7400 Zuschauer“, sagte BHC-Geschäftsführer Sport Jörg Föste im Vorfeld. Es wurden 6758 Zuschauer gegen die Rhein-Neckar Löwen und 5182 Zuschauer gegen den THW Kiel.

Unzufrieden äußerte man sich im Bergischen Land dennoch nicht über die Resonanz. Auch die beiden Niederlagen ließen sich verschmerzen. Der Bergische HC war hervorragend gestartet, bewegte sich im ersten Viertel der Saison in der Nachbarschaft der Top-Klubs und muss sich bereits jetzt keine Gedanken mehr machen, noch in den Tabellenkeller abzurutschen. Gut so, dürften die Vereinsverantwortlichen denken. Denn zuletzt haderten sie mit reichlich Verletzungspech und mussten zeitweilig auf bis zu fünf Rückraumspieler gleichzeitig verzichten.

Goalgetter Arnor Gunnarsson.

Daniel Fontaine fällt mit einem Adduktorenteilabriss bis Ende des Jahres aus, Maciej Majdzinski mit Kreuzbandriss die ganze Saison. Immerhin könnten Fabian Gutbrod (Adduktoren) und Kristian Nippes (Meniskuseinriss) bald schon wieder zurückkehren. Ebenso wie Abwehr-Stratege Csaba Szücs, der sich eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen hatte.

In nicht allzu ferner Vergangenheit hätte eine solche Per<input type="image" class="c-inputButton" name="_saveandclosedok" src="https://www.sg-flensburg-handewitt.de/typo3/clear.gif" title="Speichern und schließen" />sonalsituation größere Probleme verursacht. Vor exakt zwei Jahren stürzte der BHC bis an die letzte Stelle der DKB Handball-Bundesliga ab, erwischte eine katastrophale Hinrunde, die eine gute zweite Saisonhälfte nicht mehr reparieren konnte. Der Vorstand hakte den zweiten Abstieg nach 2012 als Betriebsunfall ab und arbeitete an den Strukturen. „Wir hatten einen Umbruch mit sieben Neuzugängen, der gut geklappt hat“, freute sich Coach Sebastian Hinze nach dem Wiederaufstieg.

Rückraumass Linus Arnesson.

Da der Kader schon im Bundesliga-Unterhaus seine Qualitäten hatte, mussten vor dieser Saison keine aufwändigen Verpflichtungsarien inszeniert werden. Punktuelle Ergänzungen genügten: Mit Linksaußen Jeffrey Boomhouwer und Talent Yannick Fraatz, dessen Vater einst die Bundesliga-Tormaschine schlechthin war, gab es weiteres Personal für beide Flügel. Kreisläufer Rafael Baena vergrößerte die Optionen im Positionsangriff, Daniel Fontaine stärkte die Rückraum-Garde. Mit Rasmus Ots wurde ein estnischer Keeper unter Vertrag genommen, die Nummer eins zwischen den Pfosten ist allerdings ein alter Bekannter: Christopher Rudeck schaffte in der Nachwuchsabteilung der SG Flensburg-Handewitt den Sprung in den Männerbereich.