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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

SG und Veszprém bieten ein tolles Handballspiel

26.02.2018 -VELUX EHF Champions League: SG Flensburg-Handewitt –Telekom Veszprém HC 31:31 (16:16)

Die SG Flensburg-Handewitt hat den Sprung auf den zweiten Platz in der VELUX EHF Champions League Gruppe B verpasst. Denn durch das 31:31 (16:16) Remis gegen Telekom Veszprém HC konnte die Mannschaft von Maik Machulla nicht am ungarischen Ausnahmeteam vorbeiziehen. Mit 16:10 Zählern bleiben die vom ehemaligen SG Coach Ljubomir Vranjes trainierten Magyaren, aufgrund des direkten Vergleichs und somit dem 29:28 Sieg aus dem Hinspiel, vor der punktgleichen SG.

Der Start in die Partie gehörte zunächst den Gästen, die bereits nach vier Minuten eine schnelle 3:1 Führung vorlegten. Danach agierte die SG im Angriff konzentrierter. Das Machulla-Team kam vor allem mit Tempo über die erste und zweite Welle zu Torerfolgen. So rissen die Flensburger beim 5:4 (9.) die Führung an sich, die sie fünf Minuten später zum 9:6 ausgebaut hatten. Doch in der über sechzig Minuten als „Duell auf Augenhöhe“ zu bezeichnenden Begegnung, kam Veszprém wieder zurück und hatte acht Minuten vor dem Wechsel einen knappen 12:11 Vorsprung zu verzeichnen. Danach wechselte die Führung nahezu ständig, so dass es den ersten dreißig Minuten entsprechend mit einem 16:16 Gleichstand in die Kabinen der Flens-Arena ging.

Nach dem Wechsel hatten diesmal die Gastgeber den besseren Start. Fünf Minuten nach Wiederbeginn stand es 20:18. Doch zwei, drei gute Möglichkeiten wurden nicht genutzt und so konterten die Ungarn erneut. Schnelle Gegenstöße brachten das Vranjes-Team in der 41. Minute beim 23:24 selbst wieder nach vorne. Die Partie blieb ihrer Linie aber treu, beziehungsweise wogte weiter hin und her. Beide Mannschaften boten den 5.500 Zuschauern in der ausverkauften Flens-Arena dabei der europäischen Königsklasse entsprechend Handball der Extraklasse. Gestützt auf einige tolle Paraden von Kevin Møller, fand der Angriff Kraft und Lösungen und drehte den Rückstand wieder selbst in eine Führung. 28:26 lag das Machulla-Team zehn Minuten vor der Schlusssirene in Front und schien auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch zwei strittige Entscheidungen der spanischen Schiedsrichter Oscar Lopez und Angel Ramirez drehte das Spiel auf 28:30 zugunsten der Gäste. Doch die SG Flensburg-Handewitt schwang sich noch einmal zu einer Energieleistung auf. Nach dem 30:31 Anschlusstreffer, eroberte die Deckung den Ball und neun Sekunden vor Schluss nahm Maik Machulla seine dritte und letzte Auszeit. Nach dem Anpfiff ging der Ball kurz durch die eigenen Reihen bis Holger Glandorf sich zwei Sekunden vor Ultimo mit Dynamik gegen die Veszprém Abwehrreihe durchtankte und zum vielumjubelten 31:31 Ausgleich einwarf.

„Kompliment an meine Mannschaft, dass sie nach Rückständen immer wieder zurück ins Spiel gekommen ist. Es war ein großartiges Handballspiel“, lobte der ehemalige Flensburger Trainer und Veszprém Coach Ljubomir Vranjes seine Akteure und das hohe Niveau der Partie. „Ich bin stolz und zufrieden, dass wir gegen so ein großartiges Handballteam ein Remis geholt haben. Wir haben fünfzig Minuten richtig stark gespielt, dann aber Probleme gehabt. Am nächsten Sonntag haben wir ein Endspiel um Platz drei in Aalborg“, so das Resümee von SG Trainer Maik Machulla, der bereits nach vorne schaute und im Rennen um ein gutes Los im Achtelfinale zwei Punkte beim dänischen Meister anstrebt. Zum wertvollsten Spieler der Partie wurde nach dem Abpfiff übrigens SG Kapitän Tobias Karlsson gewählt. Ihm gelang es kurz vor der Halbzeit die „Hölle Nord“ zum Beben zu bringen. Denn nachdem Kentin Mahé mit einem Siebenmeter an Veszprém-Keeper Roland Mikler gescheitert war, warf er den Abpraller zu einem seiner ganz seltenen Torerfolge ein und sorgte dadurch für frenetischen Jubel bei den Fans.


SG Flensburg-Handewitt –Telekom Veszprém HC 31:31 (16:16)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (7 Paraden), Möller (5/1 Paraden) – Karlsson (1), Glandorf (5), Mogensen (1), Svan (5), Wanne (5), Jeppsson, Steinhauser, Zachariassen (2), Toft Hansen (4), Gottfridsson, Lauge Schmidt (3), Mahé (5/3), Rød. 
Telekom Veszprém HC: Mikler (10/1 Paraden), Alilovic – Manaskov (4), Ilic (4), Tönnesen (3), Gajic (5/2), Nilsson (2), Nagy (2), Ugalde, Marguc (5/2), Terzic, Blagotinsek (2), Sulic, Nenadic (2), Lekai (2), Ligetvari. 
Schiedsrichter: Lopez/Ramirez (Spanien)
Zuschauer: 6.300 (in der ausverkauften Flens-Arena)
Spielfilm: 1:3 (4.), 5:4 (9.), 9:6 (14.), 11:12 (22.), 14:13 (27.), 16:16 (30.) – 20:18 (35.), 23:24 (41.), 28:26 (49.), 28:30 (55.), 31:31 (60.)  
Siebenmeter: 5:4 - 5:4 (Mahé scheitert an Mikler – Marguc scheitert an Møller)
Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Toft, Rød, Karlsson – Nagy 3x/Rot, Blagotinsek, Tönnesen)