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Handballfest in Düsseldorf

22.08.2018 -Pixum Super Cup: 26:33 – SG musste sich Pokalsieger geschlagen geben

Der Pixum Super Cup 2018 ging an die Rhein-Neckar Löwen. Die SG Flensburg-Handewitt zeigte drei Tage vor der ersten Partie in der DKB Handball-Bundesliga zwar etliche gute Aktionen, musste sich am Ende aber mit 26:33 (16:18) geschlagen geben. „Die Höhe ärgert mich ein wenig, wir hätten die letzten sechs oder sieben Minuten nicht so aus der Hand geben dürfen“, sagte SG Trainer Maik Machulla. „Insgesamt können wir aber viel Positives aus dieser Partie mitnehmen.“ Nikolaj Jacobsen, Coach der Rhein-Neckar Löwen stellte fest: „Die Flensburger werden weiterhin ein Wort mitreden, das haben sie heute gezeigt.“

Da war sie wieder: die Meisterschale, die die SG Anfang Juni gewonnen hatte. Manfred Hofmann, der Weltmeister von 1978 und die Torwart-Legende des TV Großwallstadt, brachte sie in den Düsseldorfer ISS Dome herein. Der amtierende deutsche Meister startete fast komplett mit Spielern, die im Juni beim großen Coup dabei gewesen waren. Lediglich Benjamin Buric stand von den Neuzugängen zunächst auf der Platte. Hampus Wanne markierte das 1:0 für die SG, die zunächst weitgehend einem Rückstand hinterherlief. Mehr als auf zwei Tore kamen die Rhein-Neckar Löwen aber nicht weg. 

Gute Lösungen im Angriff
Beide Teams boten eine flotte Partie mit vielen Toren. Die Torhüter hatten nur wenige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Benjamin Buric knöpfte aber Gudjon Valur Sigurdsson einen Siebenmeter ab. Im Gegenzug markierte der agile Jim Gottfridsson die 9:8-Führung. Der badische Kontrahent ließ sich aber nicht abschütteln und legte bald wieder vor. Maik Machulla reagierte: Torbjørn Bergerud hütete nun das Gehäuse, Magnus Rød entlastete Routinier Holger Glandorf, und Simon Hald bildete nun mit Abwehrchef Tobias Karlsson den Mittelblock. Vorne traf der dänische Kreisläufer zum 15:16. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ging es zum Pausentee. „Im Angriff waren wir sehr beweglich, das war sehr gut“, beobachtete Maik Machulla. „Aber leider hat die Abwehr die Torhüter in Stich gelassen, sodass ich sie früh wechseln musste.“

Flink, flinker, Jim Gottfridsson. Fotos: Ki

Steigerung in der Deckung
Mit Wiederbeginn kehrte die SG zur Startaufstellung zurück – mit Benjamin Buric im Tor. Die zweite Hälfte begann allerdings etwas unglücklich. Urplötzlich sah sich die SG mit einem 16:21 konfrontiert. Zwei Ballgewinne und zwei schnelle Gegenstöße brachten die Sicherheit zurück. Kurz darauf präsentierte sich die Defensive erneut auf der Höhe. Den folgenden Vorstoß schloss der starke Anders Zachariassen zum 20:22 ab. Es war wieder alles drin. Simon Jeppsson betrat die Spielfläche und führte sich mit dem 24:26 ein. Ein feines Geschoss! Magnus Jøndal kam „kalt“ von der Bank und verwandelte einen Siebenmeter sicher. Das Pendel neigte sich allerdings in die andere Richtung. Als sich die SG einen Konter fing und das 25:30 kassierte, waren nur noch etwas mehr als acht Minuten zu spielen. Es war die Entscheidung! „Die Abwehr hat sich in der zweiten Hälfte gesteigert, aber im Angriff fanden wir am Ende zu wenige Lösungen“, analysierte Maik Machullla. SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke bat um Geduld: „Unsere Mannschaft durchläuft einen Veränderungsprozess, wobei einige Spieler noch an das höchste Niveau herangeführt werden müssen. Wir werden ihnen den Rücken stärken.“

Schwer zu halten: Anders Zachariassen

Rhein-Neckar Löwen – SG Flensburg-Handewitt   33:26 (18:16)
Rhein-Neckar Löwen: Appelgren (13 Paraden) – Schmid (10/1), Mensah (1), Groetzki (3), Guardiola, Petersson (5), Taleski, Sigurdsson (9), Tollbring (1/1), Nielsen, Kohlbacher (2), Lipovina, Fäth (2), Abutovic
SG Flensburg-Handewitt: Buric (10/2 Paraden), Bergerud (1 Parade, 20.-30.) – Karlsson, Hald (1), Glandorf (3), Svan (1), Wanne (2), Jeppsson (1), Jøndal (1/1), Zachariassen (6), Gottfridsson (5), Lauge (4), Rød (2)
Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff (Düsseldorf); Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Abutovic 2 – Rød 4, Lauge 2); Siebenmeter: 4/2:1/1 (Buric hält gegen Sigurdsson und Schmid); Zuschauer: 8078
Spielverlauf: 0:1 (1.), 3:1 (3.), 4:2 (5.), 5:3 (6.), 5:5 (8.), 6:6 (9.), 8:6 (10.), 8:9 (15.), 10:9 (16.), 11:11 (18.), 13:12 (20.), 14:14 (24.), 16:14 (27.), 17:16 (29.) – 21:16 (33.), 21:18 (35.), 22:20 (38.), 24:20 (39.), 24:22 (41.), 25:23 (45.), 26:24 (47.), 28:24 (49.), 30:25 (52.), 30:26 (53.)



Von: ki