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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Nun die richtigen Schlüsse ziehen

09.08.2018 -Flens-Cup: SG im Testspiel 22:31 gegen den THW

Nach den 60 Minuten von Neumünster und dem 22:31 (8:14) gegen den THW Kiel war klar zu erkennen: Die SG Flensburg-Handewitt hat bis zum Serienstart noch einiges zu tun. Maik Machulla mahnte zur Geduld. „Ich habe nicht erwartet, dass mit dieser neuen Mannschaft nach vier Wochen schon alles so funktioniert wie in der letzten Saison“, sagte der SG Trainer. „Wir werden aus dieser lehrreichen Partie die richtigen Schlüsse ziehen und bleiben vor allem eines: positiv.“

2500 Zuschauer waren in die Holstenhalle gekommen, um das erste „Landesderby“ der Saison zu verfolgen. Sie sahen sofort einen schönen Treffer von Anders Zachariassen, mussten sich insgesamt aber mit wenigen Torjublern begnügen – sofern sie der SG die Daumen drückten. Einige Abstimmungsfehler im Aufbau und etliche Paraden des THW-Keepers Niklas Landin drängten die Partie in eine andere Richtung. Die 6:0-Abwehr ackerte, hatte aber einen schweren Stand gegen den Kieler Rückraum. Maik Machulla wollte mehr von seinen Jungs sehen und nahm nach einer Viertelstunde ein erstes Team-Timeout. „Auch wenn alle müde Beine haben“, wunderte sich der Trainer, „kann man erwarten, dass sich die Spieler an Absprachen halten.“

Jim Gottfridsson ist zur Zeit viel gefordert.

Ohne Tobias Karlsson und Rasmus Lauge
Johannes Golla mischte wieder mit und kooperierte nun mit Simon Hald im Mittelblock. Die Alternativen im Deckungsverband hatten sich also wieder etwas erhöht, auch wenn Tobias Karlsson und Rasmus Lauge weiterhin zu Hause bleiben mussten. Der THW zog bis auf 12:5 davon. Mit der Halbzeit-Sirene vollendete Marius Steinhauser einen Tempogegenstoß zum 14:8 und weckte damit Hoffnungen auf einen stärkeren zweiten Durchgang. Konstanz brachte dieser allerdings nicht. Auf Licht folgte Schatten, der Rückstand pendelte sich bei sechs oder sieben Toren ein.

U60-Rückraum
Jim Gottfridsson und Simon Jeppsson trugen lange die Verantwortung in der zweiten Reihe, wurden in der zweiten Hälfte aber zunehmend entlastet. Dani Baijens führte sich mit einem Doppelschlag prächtig ein. „Er hat bestätigt, dass es eine gute Entscheidung war, ihn mit in die Vorbereitung zu nehmen“, lobte Maik Machulla. Als in der Schlussphase auch noch Jörn Persson auf der Platte erschien und Magnus Rød seine Position hielt, hatte der Rückraum ein Gesamtalter von noch nicht einmal 60 Jahren.

Simon Jeppsson mit Drang zum Tor. Fotos: Ki.

Letzter Test in Lübeck
Bereits am morgigen Vormittag geht es mit einer Doppel-Einheit weiter: Kraft und Handball. Danach gönnt Maik Machulla seinen Jungs ein freies Wochenende. Köpfe frei bekommen, Beine lockern – so lautet die Devise. Am Dienstag wird die SG beim VfL Lübeck-Schwartau, einem ambitionierten Zweitligisten, ihren letzten Test bestreiten. Der SG Clan hofft, dass Tobias Karlsson und Rasmus Lauge in der kommenden Woche wieder in den Betrieb einsteigen können.

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud (ab 31.) – Golla, Hald (2), Glandorf, Svan (3), Wanne (3), Jeppsson (2), Jøndal (4/2), Steinhauser (1), Zachariassen (3), Gottfridsson (1), Rød (1), Baijens (2)

Von: ki