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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Ein wichtiger 9:2-Lauf

25.08.2018 -DKB Handball-Bundesliga: 31:28 – Sieg zum Auftakt in Minden

Die SG Flensburg-Handewitt ist mit einem Sieg in die neue Saison der DKB Handball-Bundesliga gestartet. Sie gewann am Samstagabend bei GWD Minden mit 31:28 (18:15). „Dieser Sieg war sehr wichtig“, bilanzierte SG Trainer Maik Machulla. „Es soll gegenüber Minden nicht despektierlich klingen, aber ich sehe bei uns noch viel Luft nach oben. Die Mannschaft hat erst angedeutet, dass in ihr viel Potenzial steckt.“

Beim Pixum Super Cup am Mittwoch kamen die Außen relativ wenig zum Zuge, jetzt setzten sie die ersten Akzente. Lasse Svan begeisterte mit einem Dreher, Hampus Wanne mit einem Doppelschlag. 1:3! Simon Hald stand zumeist im Mittelblock an der Seite von Abwehrchef Tobias Karlsson, um dem GWD-Linkshänder Christoffer Rambo körperliche Größe entgegenzustellen. Der tat sich zunächst schwer, doch die anderen Mindener Rückraumasse Dalibor Doder und Miljan Pusica trumpften auf. Die Hausherren führten mit 7:6. 

Maik Machulla sah noch viel Potenzial nach oben.

Holger Glandorf mit Zug
Anders Zachariassen mischte nun mit. Holger Glandorf trotzte einem drohenden Zeitspiel und donnerte einen Aufsetzer zum Ausgleich ins Netz. Torbjørn Bergerud, der im Kasten anfing, entschärfte zwar einen Gegenstoß von Christoffer Rambo, konnte aber nicht verhindern, dass die Westfalen bis auf 11:7 davonzogen. Die SG ließ sich zum Glück nicht aus der Ruhe bringen. Simon Jeppsson, frisch drin, passte gekonnt auf den zurückgekehrten Simon Hald – nur noch zwei Treffer hinten. Neben Simon Jeppsson entfaltete nun vor allem Holger Glandorf Torgefahr. „Ich bin gut und verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen“, berichtete der Linkshänder im Sky-Interview. „Nun kommen die schnellen Beine wieder, wie überhaupt bei uns schon mehr Zug drin war als zuletzt.“

Die Fans: Viele Staus, am Ende aber Freude.

SG verdaute Nackenschläge gut
Eine herrliche Stafette landete bei Hampus Wanne, der zum 13:14 einlochte. Der Linksaußen konnte kurz darauf ins verwaiste Gehäuse einwerfen, da die Mindener bei einer Unterzahl mit einem sechsten Feldspieler aufgefüllt hatten. Die SG hatte das Blatt mit einem 9:2-Lauf komplett gedreht. „Zwischendurch wollten wir zu viel, und in der Abwehr hat jeder es zu sehr auf eigene Faust probiert“, beobachtete Maik Machulla. „Lobenswert ist, wie die Mannschaft die Nackenschläge verdaut hat und ruhig geblieben ist.“ Aus Sicht der SG hätte die 15-minütige Halbzeit nicht Not getan. Danach suchten die Gäste zunächst nach ihrem Rhythmus. Christoffer Rambo verkürzte auf 19:20 für die Grün-Weißen, denen nun mehrmals der Anschluss gelang. Als Magnus Jøndal beim vierten Gang von der Bank erstmals den Strafwurf nicht unterbringen konnte, drohte der Gleichstand. Die Gastgeber ließen die Chance aus. Lasse Svan nahm mit einem herrlichen Flügeltreffer zum 21:23 etwas Druck vom Kessel.

Lasse Svan: Wichtiger Treffer zum 21:23. Fotos: Beate Haar.

Am Ende sangen die SG Fans
GWD drückte weiter, die SG hielt dagegen. Sie lief zwei Mal eine schnelle Mitte über Jim Gottfridsson – es hieß 24:26. Kurz darauf knallte der Schwede bei einem Konter den Ball an die Latte. Holger Glandorf machte es besser. 26:29 – die SG bog allmählich auf die Siegesstraße ein. Nochmals Holger Glandorf, dann ein Reflex von Benjamin Buric – und alles war klar. Nun sangen nur noch die SG Fans, die zuvor in den Autobahnstaus so viel Geduld aufbringen mussten. Sie erlebten, wie Johannes Golla in der Schlussphase sein Erstliga-Debüt im SG Trikot gab. „Jetzt müssen wir auch ihn am Kreis und in der Abwehr heranführen“, erwähnte Maik Machulla. „Simon Hald hat heute bereits einen guten Job gemacht.“ Am Donnerstag folgt um 19 Uhr die Heimpremiere gegen Göppingen.

GWD Minden – SG Flensburg-Handewitt  28:31 (15:18)
GWD Minden: Christensen (7/1 Paraden, ab 31.), Sonne (5 Paraden) – Doder (8/4), Rambo (7), Gullerud, Michalczik, Pusica (7), Cederholm, Mansson (2), Korte (1), Gulliksen (1), Zvizej, Kister (2), Staar
SG Flensburg-Handewitt: Buric (6 Paraden, ab 35.), Bergerud (6 Paraden) – Karlsson, Golla, Hald (2), Glandorf (9), Svan (4), Wanne (5), Jeppsson (3), Jøndal (3/3), Zachariassen (1), Gottfridsson (3), Lauge (1), Rød
Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin); Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Rambo 2, Gulliksen 2 – Lauge 2, Rød 2); Siebenmeter: 4/4:4/3 (Jøndal scheitert an Christensen); Zuschauer: 2353
Spielverlauf: 1:0 (1.), 1:3 (3.), 2:4 (5.), 4:4 (6.), 6:5 (10.), 7:7 (13.), 11:7 (19.), 11:11 (23.), 13:12 (25.), 13:16 (28.), 15:17 (30.) – 16:18 (31.), 17:20 (33.), 19:20 (36.), 20:22 (40.), 22:23 (44.), 23:25 (46.), 24:26 (49.), 26:27 (51.), 26:31 (58.)

 

Von: ki