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Grenzenlose Leidenschaft

Starke zweite Hälfte

04.09.2018 -DKB Handball-Bundesliga: 30:25 – SG dreht in Berlin das Blatt

Die SG Flensburg-Handewitt hat ihren guten Start in der DKB Handball-Bundesliga um ein Ausrufezeichen bereichert. Sie gewann mit 30:25 (14:16) bei den Füchsen Berlin und verbesserte ihre Bilanz auf 6:0 Punkte. „Es ist schön zu sehen, wie die Entwicklung voranschreitet“, freute sich SG Trainer Maik Machulla. Er entdeckte aber auch Kritikwürdiges: „Ich habe eine erste Halbzeit gesehen, mit der ich nicht zufrieden sein kann.“

Vor dem Spiel lüftete Maik Machulla die Aufstellung: Torbjørn Bergerud begann im Tor. Unglücklich für den Norweger, dass seine Vorderleute einen Fehlstart erwischten. Gerade der Däne Jacob Holm machte es der 6:0-Abwehr der SG schwer. Kein Ballgewinn, kein gehaltener Ball in den ersten zehn Minuten – das kann nicht funktionieren. So führte Berlin wenig überraschend mit 7:4. Dann parierte Torbjørn Bergerud den ersten Wurf. Jim Gottfridsson und Lasse Svan trafen vorne – und schon war die SG wieder dran. Nach 17 Minuten rückte Johannes Golla in den Mittelblock und fing gleich den ersten Ball ab. Lasse Svan glich aus, Rasmus Lauge markierte das 10:11. Erstmals lag der Gast in Führung.

Mit Zwei-Tore-Rückstand gut bedient
Die Füchse operierten nun mit einer 5:1-Abwehr. Deshalb brachte Maik Machulla seinen schnellsten Kreisläufer: Geburtstagskind Anders Zachariassen. Das Blatt drehte sich dennoch wieder. Ein bis zwei Fehler in der Offensive, eine nicht maximale Stabilität in der Deckung und ein Wechselfehler summierten sich. Das Kampfgericht kreidete der SG an, eine Zeitstrafe nicht komplett abgewartet zu haben. Prompt gab es eine zweite Bestrafung. Zum Glück setzte Füchse-Linkshänder Mattias Zachrisson den Ball über das leere Gehäuse, während Jim Gottfridsson mit einem entschlossenen Auftritt kurz vor der Sirene auf 16:14 verkürzte.

Lasse Svan: sieben Tore. Fotos: Beate Haar.

Geglückter Torwartwechsel
Mit Wiederbeginn stand Benjamin Buric im Kasten. „Die Abwehr hatte Torbjørn Bergerud ziemlich im Stich gelassen, was mir persönlich für ihn leid tut“, erklärte Maik Machulla. „Benjamin Buric schaute mich in der Halbzeit an, gab mir ein Signal, dass er bereit sei.“ Seine Kollegen agierten plötzlich viel konsequenter in der Defensive. Die SG ging auf die Überholspur. Beeindruckend, wie variabel Magnus Jøndal von der ominösen Linie vollstreckte. 17:16! Simon Jeppsson steckte herrlich auf Johannes Golla durch. 18:18! Ein Gegenstoß – und Lasse Svan besorgte die Führung. Simon Jeppsson donnerte den Ball zum 18:20 in die Maschen. 

Geburtstagsgeschenk für Anders Zachariassen
Es lief, aber es war weiterhin höchste Aufmerksamkeit gefordert. Ein blöder Fehlpass bescherte den erneuten Ausgleich. Benjamin Buric war nun eine gute Versicherung. Die Füchse hatten kurzzeitig ihr Gehäuse geräumt: Simon Jeppsson und Hampus Wanne lochten dankend ein. 20:23! Lasse Svan verursachte einen Strafwurf und musste für zwei Minuten auf die Bank. Benjamin Buric gewann das Duell gegen Frederik Simak. Im Gegenzug nutzte Marius Steinhauser seinen ersten Ballkontakt zum 21:25. Der Sieg nahm Formen an. Auch Anders Zachariassen beteiligte sich mit dem ersten Sechs-Tore-Vorsprung an seinem ganz besonderen Geburtstagsgeschenk. Nach dem Schlusspfiff fand er sich im Jubeltanz wieder, den die Gäste im Fuchsbau inszenierten. „Die ersten 30 Minuten waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte Holger Glandorf im Sky-Interview. „Dann haben wir aggressiver gedeckt und dem Torwart mehr geholfen.“ Nun kann das 98. Landesderby kommen, das am Samstag um 18.10 Uhr angepfiffen wird.

Rasmus Lauge biss sich in die Partie.

 

Füchse Berlin – SG Flensburg-Handewitt  25:30 (16:14)
Füchse Berlin: Heinevetter (8 Paraden), Semisch (1 Parade, ab 51.) – Elisson (1), Struck, Gojun (3), Simak (6/5), Schmidt (1), Drux (3), Holm (4), Jallouz, Zachrisson (3), Koch (1), Marsenic (2), Reissky (1)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (8/1 Paraden, ab 31., bei einem 7m), Bergerud (1 Parade) – Karlsson, Golla (2), Hald, Glandorf (6), Svan (7), Wanne (2), Jeppsson (2), Jøndal (3/3), Steinhauser (1), Zachariassen (1), Gottfridsson (2), Lauge (4), Rød
Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg); Zeitstrafen: 4:12 Minuten (Holm 2, Zachrisson 2 – Golla 4, Karlsson 2, Svan 2, Lauge 2, Jeppsson 2); Siebenmeter: 6/5:3/3 (Buric hält gegen Simak); Zuschauer: 6371
Spielverlauf: 1:1 (4.), 3:1 (6.), 5:2 (8.), 6:3 (9.), 7:4 (10.), 7:6 (11.), 9:7 (14.), 10:8 (16.), 10:11 (19.), 11:12 (21.), 13:12 (24.), 13:13 (25.), 16:13 (29.) – 17:14 (32.), 18:16 (35.), 18:20 (40.), 20:20 (41.), 20:23 (45.), 21:25 (49.), 22:25 (49.), 22:28 (57.), 24:28 (58.), 25:29 (59.)

 

Von: ki