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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Traumquote für Benjamin Buric

30.08.2018 -DKB Handball-Bundesliga: 26:15 – SG rührt Abwehrbeton an

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der DKB Handball-Bundesliga einen erfolgreichen Heimstart hingelegt und schlug Frisch Auf Göppingen mit 26:15 (13:5). „Die Mannschaft war sehr fokussiert auf diese Aufgabe und hat den Gegner sehr ernst genommen“, sagte ein sichtlich zufriedener SG Trainer Maik Machulla. Sein Göppinger Kollege Hartmut Meyerhoffer musste eingestehen: „Das Flensburger Tempospiel haben wir nie in den Griff bekommen.“

Jim Gottfridsson kam für Abwehrchef Tobias Karlsson von der Bank und nutzte gleich seinen ersten Ballkontakt zum ersten Heimtor der neuen Saison. Hampus Wanne rannte den ersten Gegenstoß und löste den zweiten Jubel des Tages aus. Dann übernahmen die Torhüter die Regie: Primoz Prost und Benjamin Buric lösten ein Paraden-Feuerwerk aus. Fünf Minuten lang herrschte auf beiden Seiten Flaute. Lasse Svan erlöste die „Hölle Nord“. 3:2! „Wenn man etwas kritisieren kann, sind es die ersten 15 Minuten“, meinte Maik Machulla. „Da gingen wir mit unseren Möglichkeiten nicht konsequent um und liefen unsere Gegenstöße zu unkontrolliert.“

Toller Einstand: Johannes Golla.

Benjamin Buric hielt phänomenal
Die Göppinger brauchten geschlagene 13 Minuten, um ihr nächstes Erfolgserlebnis zu verzeichnen. Da hatte Hartmut Mayerhoffer bereits sein erstes Team-Timeout genommen und zwei neue Rückraumspieler auf die Platte geschickt. Seine Truppe verkürzte zwar auf 5:4, fand aber immer wieder ihren Meister in der  6:0-Abwehr und Benjamin Buric, der allein im ersten Durchgang zehn Würfe abwehrte. Bei der SG mischte nun Youngster Johannes Golla mit und markierte kurz darauf das 9:4. Auch die zweite Auszeit der Gäste verpuffte. Simon Jeppsson machte mit einem gewaltigen Geschoss den ersten „Zehner“ voll.

In 30 Minuten nur fünf Gegentreffer
Eine knappe Minute vor der Pause sang die Nordtribüne: „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“ Auf den Sitzplätzen erhoben sich alle. In die Ovationen hinein startete die SG den nächsten Konter: Hampus Wanne traf. 13:5 – was für eine Halbzeit! „Unsere Abwehr hat sich gegen den Positionsangriff der SG durchaus gut aus der Affäre gezogen“, beobachtete Hartmut Mayerhoffer. „Gar nicht gut war hingegen die Produktivität im Angriff. Allein in der ersten Halbzeit habe ich 16 Fehlwürfe gezählt.“ Sein Sportlicher Leiter Christian Schöne stöhnte: „Nach dem Highlight gegen Berlin war das heute absolut ernüchternd.“

Benjamin Buric hielt unter anderem einen Siebenmeter.

Fast alle spielten
Die SG gab auch zu Beginn der zweiten 30 Minuten die Schlagzahl vor. Beim 16:6 war der Vorsprung erstmals auf zehn Treffer angewachsen. Johannes Golla hatte getroffen und zeigte ein sehr gutes Heimdebüt. „Er hat Verantwortung bekommen, und es sehr gut gemacht“, lobte Maik Machulla. „Für seine 20 Jahre war das sehr beeindruckend.“ Benjamin Buric setzte weiter Ausrufezeichen: ein gehaltener Siebenmeter. Die „Hölle Nord“ hatte Feierlaune. Maik Machulla warf die Rotation an und brachte weitere Akteure. Magnus Jøndal und Magnus Rød waren zunächst an der Reihe, dann auch Marius Steinhauser und Dani Baijens. Lediglich Torbjørn Bergerud und der leicht kränkelnde Anders Zachariassen blieben auf der Bank.

Beeindruckender Wille
Im Abwehrzentrum agierten nun Simon Hald und Johannes Golla zusammen. Phänomenal dahinter weiterhin Benjamin Buric, der sich Sonderapplaus verdient. Trotz einer nun stark verjüngten Formation büßte die SG an ihrer Dominanz nichts ein. Die Jungs haben die erste Heimaufgabe wirklich sehr gut gelöst. „Einmal Flensburg, immer Flensburg!“ und „The Winner Takes It All!“ – die komplette Jubelarie konnte abgerufen werden. „Das war unser erstes Heimspiel, wir haben noch so viel vor uns“, sagte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Mir hat der Wille der Mannschaft sehr gut gefallen, darauf kann man gut aufbauen für die schweren Spiele bei den Füchsen Berlin und gegen den THW Kiel.

Dani Baijens: erstes Bundesliga-Tor. Fotos: Ki

SG Flensburg-Handewitt – FA Göppingen  26:15 (13:5)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (19/1 Paraden) – Karlsson, Golla (4), Hald, Glandorf (4), Svan (3), Wanne (5/1), Jeppsson (2), Jøndal (2), Steinhauser (1), Gottfridsson (1), Lauge (1), Baijens (1), Rød (2)
FA Göppingen: Prost (9 Paraden), Rebmann (5 Paraden, ab 48.) – Kneule (1), Kozina (1), Ritterbach, Damgaard, Rentschler (2), Heymann (3), Sliskovic (1), Peric (1), Zelenovic (1), Schöngarth (2), Schiller (2/1), Bagersted (1)
Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen); Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Hald 2, Wanne 2 – Kneule 2, Zelenovic 2, Kozina 2); Siebenmeter: 2/1:2/1 (Jøndal an den Pfosten – Buric hält gegen Schiller); Zuschauer: 5675

Spielverlauf: 0:1 (1.), 1:2 (3.), 4:2 (16.), 5:4 (18.), 11:4 (26.), 11:5 (27.) – 14:5 (31.), 16:6 (33.), 17:8 (38.), 19:9 (41.), 19:11 (43.), 23:11 (52.), 24:13 (56.), 26:14 (59.)  

 

Von: ki