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Grenzenlose Leidenschaft

SG ist Herbstmeister

06.12.2018 -DKB Handball-Bundesliga: 24:18 – auch Melsungen geknackt

Die SG Flensburg-Handewitt siegt weiter. Sie gewann am Abend bei der MT Melsungen mit 24:18 (12:10), sicherte sich die Herbstmeisterschaft in der DKB Handball-Bundesliga und verbesserte ihre Bilanz auf 32:0 Punkte. „Der Nikolaus hat uns gut beschenkt“, freute sich SG Trainer Maik Machulla. „Das waren zwei unglaublich wichtige Punkte, die alles andere als einfache Beute waren.“ Sein MT-Kollege Heiko Grimm meinte: „Das war eine grandiose kämpferische Leistung meiner Mannschaft – sie hätte aber vorne praktisch alles treffen müssen, um gegen die SG wirklich gewinnen zu können.“

Über das Zentrum brach Jim Gottfridsson schon nach 36 Sekunden zum ersten Treffer des Tages durch. Mit einer solchen Effizienz entwickelte sich der Spielfilm allerdings nicht fort. Es war das erwartete Kampfspiel für die SG. Auch ohne fünf Stammspieler warf die MT Melsungen alles in die Waagschale und glich zunächst stets aus. Die SG startete mit Holger Glandorf und Rasmus Lauge auf den Halbpositionen. In Unterzahl kam Simon Jeppsson und passte durch auf Holger Glandorf, der zum 4:4 einlochte. Das war nach nicht einmal neun Minuten.

Ein besonderes Spiel für Johannes Golla. Fotos: Ki.

Defensiven prägten das Geschehen
Danach taten sich die Offensivreihen immer schwerer gegen gut positionierte Deckungsreihen. Die Torhüter bewiesen ihre Klasse. Zunächst glänzte vor allem der MT-Schlussmann Nebojsa Simic, dann holte Benjamin Buric schnell auf und überflügelte den Rivalen. Nach 21 Minuten führte Melsungen mit 7:6, und Rasmus Lauge kassierte bereits seine zweite Zeitstrafe, was ihn fortan nicht mehr für Deckungsarbeiten prädestinierte. „Dadurch mussten wir mehr wechseln, was uns nicht unbedingt ins Konzept passte“, erklärte Maik Machulla. „Aufgrund der Personalnot wollten wir das Tempo hochhalten, konnten das aber dann nicht mehr so umsetzen.“ Der SG Coach beantragte ein Team-Timeout und schickte Johannes Golla, den ehemaligen MT-Kreisläufer ins Rennen. Mit einem Doppelschlag drehte dieser das Blatt. Die SG gewann Oberwasser. Zehn Sekunden vor der Halbzeit markierte der ebenfalls eingewechselte Magnus Rød das wichtige 10:12.

SG nach 40 Minuten klar vorn
Die junge Garde startete in Abschnitt zwei. Auch wenn es ein paar Minuten dauerte, bis Magnus Rød den Faden aufnahm, hatte die SG das Geschehen weiterhin im Griff. Simon Jeppsson drückte eine zweite Welle durch und schloss mit Schmackes ab. 12:15 – erstmals führte die SG mit drei Treffern. Kurz darauf erhöhte Lasse Svan auf 13:17. MT-Coach Heiko Grimm versuchte es mit einem Torhüterwechsel und einer kurzen Ansprache. Derweil ertönten sehr gut vernehmbar die „Flensburg“-Sprechchöre der anwesenden SG Fans. Ihre Lieblinge verschlossen für insgesamt acht Minuten die Schleusen komplett. Das roch schon sehr gut nach einer Entscheidung, zumal Magnus Jøndal kurz darauf einen Gegenstoß zum 15:21 abschloss. Magnus Rød meldete sich nach einem Schlag an den Kopf zurück und markierte das 17:22. Alles war in Butter. „Von Anfang an haben Abwehr und Benjamin Buric einen sehr guten Job abgeliefert“, bilanzierte Maik Machulla. „Daraus hätten wir mehr Kapital schlagen müssen, doch wir taten uns vorne unnötig schwer.“

Lasse Svan traf fünf Mal.

MT Melsungen – SG Flensburg-Handewitt 18:24 (10:12)
MT Melsungen: Simic (7 Paraden), Sjöstrand (6 Paraden, ab 37.) – Lemke, Reichmann (4/1), Ignatow, Kunkel, Mikkelsen (6), Danner, P. Müller (1), Allendorf (2), Birkefeldt (1), Sidorowicz (4), Piroch, Gruber, Damm
SG Flensburg-Handewitt: Buric (15 Paraden) – Karlsson, Golla (4), Hald, Glandorf (1), Svan (5), Jeppsson (1), Jøndal (5/1), Zachariassen, Gottfridsson (3), Lauge (1), Rød (4)
Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen); Zeitstrafen: 8:6 Minuten (Danner 4, Müller 4 – Lauge 4, Golla 2); Siebenmeter: 1/1:1/1; Zuschauer: 4300 (ausverkauft)
Spielverlauf: 0:1 (1.), 2:2 (3.), 4:3 (9.), 5:5 (14.), 7:6 (21.), 7:8 (23.), 8:10 (27.), 10:11 (30.) – 11:12 (32.), 12:13 (35.), 12:15 (37.), 13:15 (38.), 13:18 (43.), 14:20 (50.), 15:21 (52.), 17:21 (54.), 17:23 (57.) 

 

Von: ki