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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Machulla-Team knackt „eine harte Nuss“

23.09.2018 -DKB Handball-Bundesliga: 21:23 - SG weiter mit weißer Weste

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der DKB Handball Bundesliga ihre weiße Weste gewahrt. Durch einen 23:21 (11:10) Arbeitssieg beim TBV Lemgo Lippe, schraubte der amtierende deutsche Meister seine Bilanz auf 12:0 Punkte. So liegt das Team von Maik Machulla auf Platz zwei in Lauerstellung hinter dem schon ein Spiel mehr ausgetragenen SC Magdeburg (14:0 Punkte).

Ein guter Start in Halbzeit eins
Doch es bedurfte einer sechzigminütigen Geduldsprobe, bis der Titelverteidiger die zwei Zähler im Lipperland verbuchen konnte. Die SG erwischte nach dem 0:1 durch Lemgos Fabian van Olphen einen guten Start. Drei schnelle Treffer durch Johannes Golla, Hampus Wanne und einen verwandelten Siebenmeter von Magnus Jøndal brachten in der vierten Minute einen 3:1 Vorsprung. Das Machulla-Team behauptete den guten Beginn mit dem 6:3 durch Hampus Wanne in der neunten Minute. Vor allem die Deckung, gegen Zagreb noch ein Schwachpunkt, ließ mit dem wieder fitten Abwehrchef Tobias Karlsson so gut wie nichts zu. Und dann stand dahinter noch der gut aufgelegte Benjamin Buric, der den Lemgoer Schützen so einige Würfe „abkaufte“. Doch allmählich geriet auch der Flensburger Angriff ins Stocken. Dazu wurden beste Chancen liegengelassen. Zeitweise überlegten Spielmacher Jim Gottfridsson und auch Rasmus Lauge einen Tick zu lange und konnten weder sich, noch ihre Mitspieler in gute Abschusspositionen bringen. Zudem steigerte sich auch TBV-Keeper Johannesson. So gelang der SG nach dem 10:7, durch einen Tempogegenstoß von Lasse Svan, in den letzten zehn Minuten vor der Pause nur noch ein magerer Treffer. So ging es mit einem knappen 11:10 für den Tabellenzweiten in die Kabine.

 Benjamin Burics Freude über seine Paraden. Foto: Ingrid Anderson-Jensen

Lemgo ließ sich nicht abschütteln
Aus dieser kam die SG zunächst unkonzentriert. Einige überhastete Angriffe brachten technische Fehler und vergebene Chancen. So konnte der TBV Lemgo binnen vier Minuten selbst in Führung gehen. Doch das 12:13 aus Flensburger Sicht sollte der einzige Rückstand sein. Einen Doppelschlag von Holger Glandorf konterten die Gastgeber zwar noch durch Christoph Theuerkauf zum 14:14 Ausgleich, dann funktionierte aber die SG Deckung hervorragend. Mit dem weiter starken Benjamin Buric im Rücken, wurde die Offensive des TBV Lemgo Lippe kontrolliert und die ersten Nadelstiche gesetzt. Johannes Golla, Simon Jeppsson und Hampus Wanne sorgten mit drei Toren in Folge für einen 17:14 Vorsprung. Beim 20:16 (46.) und 22:18 (51), jeweils durch Golla, schien die SG dem Auswärtssieg etwas einfacher einfahren zu können. Doch die kampfstarken Hausherren ließen sich einfach nicht abschütteln, verkürzten noch einmal zum 20:22 und hatten sogar den Anschlusstreffer vor Augen. Diesen verhinderte Keeper Buric aber aus der Nahdistanz auf Höhe der Kreisposition und Coach Maik Machulla nahm zwei Minuten vor der Schlusssirene eine Auszeit. Die Ansage, an den Kreis zu spielen, funktionierte. Beim folgenden Angriff bediente Rasmus Lauge mit seinem Pass Johannes Golla und der sorgte mit seinem sechsten Tor für das entscheidende 23:20 der SG Flensburg-Handewitt, die am Ende den 23:21 Auswärtssieg feiern konnte.


Simon Jeppson im Angriff. Foto: Ingrid Anderson-Jensen

"Wir haben in der zweiten Halbzeit die Chancen besser genutzt"
Lemgos Trainer Florian Kehrmann resümierte nach der Partie. „Wir haben in der Abwehr alles reingepackt, aber gegen den deutschen Meister muss einfach alles passen. Es entscheiden Kleinigkeiten.“ Maik Machulla atmete nach dem Spiel durch und analysierte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere Chancen klarer herausgespielt, aber auch einiges verworfen. Wir haben dann auch Paraden von Benjamin Buric bekommen. Schade, ich hatte mir gewünscht, dass wir klarer gewinnen, aber vor allem in der zweiten Halbzeit klarer führen. Dann hätten wir etwas mehr Ruhe reinbekommen. Aber wir wussten, dass es schwer wird, denn Lemgo ist eine gestandene Bundesligamannschaft und eine harte Nuss“, so der Trainer der SG Flensburg-Handewitt. 

 

TBV Lemgo Lippe - SG Flensburg Handewitt 21:23 (10:11) 

TBV Lemgo: Wyszomirski (6 Paraden, Johannesson (7 Paraden) – Kogut (1), Guardiola (1), Ebner, van Olphen (1), Theuerkauf (4), Hornke (4/1), Hübscher, Carlsbogard (2), Suton (2), Bartok (1), Jebram, Harnacke, Klimek, Zieker (5). 

SG Flensburg-Handewitt: Buric (18 Paraden), Bergerud – Karlsson, Golla (6), Hald, Glandorf (4), Svan (3), Wanne (4), Jeppsson (2), Jöndal (1/1), Zachariassen, Gottfridsson (2), Lauge (1), Röd.

Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff (Wuppertal/Neuss)
Zuschauer: 3.445 (in der Lemgoer Lipperlandhalle)
Siebenmeter: 1/1:2/1 (Jöndal trifft nur die Latte)
Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Zieker 2, Hornke 2, Suton 2 – Golla 4, Karlsson 2, Zachariassen 2, Lauge 2) Spielverlauf: 1:3 (4.), 3:6 (9.), 5:8 (15.), 7:9 (20.), 9:11 (27.), 10:11 (30.) – 13:12 (34.), 14;17 (41.), 15:19 (45.), 18:22 (51.), 20:23 (59.), 21:23 (60.)  

JÖS