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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Überzeugend nach etwas Anlauf

18.08.2018 -DHB-Pokal: 28:19 gegen die HSG Nordhorn-Lingen

Die SG Flensburg-Handewitt ist mit einem Sieg in die offizielle Saison 2018/19 gestartet. Zum Auftakt des DHB-Pokals in Halver gewann die Mannschaft von Maik Machulla ihre Samstag-Partie gegen die HSG Nordhorn-Lingen mit 28:19 (14:10). Damit trifft sie am Sonntag um 15 Uhr in der zweiten Runde auf den Zweitligisten TuS Ferndorf.

Der Champion der Jahre 2003, 2004, 2005 und 2015 hatte in den ersten 24 Minuten einige Anlaufschwierigkeiten. Nach dem 2:2 (5.) lag die SG gegen das Zweitliga-Spitzenteam zwar immer in Führung, doch bis zum 8:7 blieben die Grafschafter ganz dicht dran. „Wir haben in der Anfangsphase einige freie Chancen liegen lassen, außerdem haben wir zwei Siebenmeter vergeben. Dadurch konnten wir uns nicht deutlicher absetzen“, erklärte Maik Machulla, der seinem Ex-Klub attestierte, „dass sie richtig gut gespielt haben. Nordhorn ist eine Spitzenmannschaft der zweiten Bundesliga und hat den Aufstieg zum Ziel. Die erste Sieben ist schon erstligareif.“

15 Paraden von Torbjørn Bergerud
Bis zur Halbzeitsirene konnte sich der deutsche Meister auf 14:10 absetzen, was auch ein Verdienst des norwegischen Nationaltorhüters Torbjørn Bergerud war, der die gesamten 60 Minuten zwischen den Pfosten stand. „Er hat 15 Paraden gezeigt“, strahlte Maik Machulla. „Es freut mich ganz besonders, dass er im ersten richtigen Pflichtspiel gleich so eine Leistung geboten hat. Das ist gut für das Selbstvertrauen.“

Anders Zachariassen: Gefährlich über den Kreis. Fotos: Jenny Seidel.

Fokussierte zweite Halbzeit
Nach dem Wechsel legte die SG fokussiert los. Gestützt auf einen starken Abwehrverbund und Torbjørn Bergerud fand auch der Angriff seine Souveränität. Binnen zwölf Minuten netzten die Fördestädter sieben Mal ein und ließen selbst nur drei Gegentreffer zu. So war beim 21:13 zugunsten der SG die Partie praktisch entschieden. Zwei schnelle Nordhorner Tore zum 21:15 konterten die Nordlichter ebenso mit einem Dreierpack zum 24:15 – acht Minuten vor dem Abpfiff war der Deckel drauf. „Die Mannschaft ist das Spiel gegen Nordhorn sehr professionell angegangen und hat die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter genommen“, sagte ein gelöster Maik Machulla nach der Partie, als es zu netten Gesprächen mit früheren Kollegen kam. „Vor dem Spiel habe ich keinen Kontakt zu den Nordhornern aufgenommen, da wollte ich auch professionell den Fokus auf unser Spiel legen. Danach war es einfach mal wieder schön, sich mit alten Weggefährten zu unterhalten.“ Die Pflege der alten Freundschaften genossen auch Holger Glandorf, Tobias Karlsson und Co-Trainer Mark Bult.    

HSG Nordhorn-Lingen – SG Flensburg-Handewitt 19:28 (10:14)
HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (4/1 Paraden), Buhrmester (5/2 Paraden) – Verjans, Heiny (3), Leenders (1), Mickal (1/1), Miedema, de Boer (3), Zare, Vorlicek (1), Smit, Seidel (3/2), van Lengerich, Possehl (2), Pöhle (5/2)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (n.e.), Bergerud (15/2 Paraden) – Karlsson, Golla, Hald, Glandorf (5), Svan (4), Wanne (2), Jeppsson (1), Jøndal (3/2), Steinhauser, Zachariassen (2), Gottfridsson (1), Lauge (5/2), Baijens (1), Rød (4)
Schiedsrichter: Fabian vom Dorff/Christian vom Dorff; Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Pöhle 2, de Boer 2 – Glandorf 2, Svan 2, Lauge 2); Siebenmeter: 5/3:6/4; Zuschauer: 800 (in Halver)
Spielfilm: 2:2 (5.), 7:8 (21.), 9:11 (24.), 10:14 (30.) – 10:16 (34.), 13:21 (42.), 15:21 (45.), 15:24 (52.), 19:28 (60.) 

Von: jös