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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Stefan Pries: Wiedersehen mit der SG

„Heimspiel gegen Flensburg“, hieß es in der SMS. Stefan Pries wusste es dank der netten Geste des Betreuers vom ASV Hamm als erster bei der Ahlener SG, dass es in der nächsten Pokalrunde gegen die SG Flensburg-Handewitt, gegen einen Großen der Zunft, geht. „Das wird eine Herausforderung“, freute sich der 27-jährige Spielmacher auf die für den 21. Oktober datierte Partie. „Das wird ein ganz besonderes Spiel.“

Das gilt gerade für ihn, trifft Stefan Pries doch auf seinen Ex-Verein. Zwischen 2000 und 2005 trug er das SG-Trikot, ehe er über den TV Emsdetten (bis 2007) bei der Ahlener SG, im südlichen Münsterland, landete. Er fühlt sich wohl in der sportlichen Wahlheimat, bildet dort zusammen mit Rasmus Gersch und Christoph Wischniewski eine Schleswig-Holstein-Fraktion. Sportlichen Reiz bietet die ausgewachsene Handball-Rivalität in der Region. Zwischen den Hallen der Ahlener SG und des ASV Hamm liegen nur acht Kilometer, zum TV Emsdetten sind es auch nur etwas mehr als 30 Minuten.
Stefan Pries wohnt in Münster. „Das ist eine sehr junge Stadt“, schwärmt er. „50000 der 82000 Einwohner sind Studenten.“ Das Domizil ist aber auch ein „geografischer Kompromiss“: Ahlen liegt südlich, Greven, der Spielort von Freundin Bente Bülau, nördlich von Münster. Diverse familiäre Gründe sorgen dafür, dass das Paar „so oft wie möglich“ gen Norden aufbricht und häufig in Flensburg aufschlägt. Und irgendwann soll sich auch der Lebensmittelpunkt wieder nördlich der Elbe befinden. „Der Norden ist immer ein Thema“, sagt Stefan Pries. „Ob nun im nächsten Jahr oder erst in drei – das wissen wir noch nicht.“
Zunächst dreht sich viel um die Ahlener SG. „Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft sind und wollen oben mitspielen“, sagt der 27-Jährige. Offensiv vom Bundesliga-Aufstieg redet man nicht. Das tut Nachbar ASV Hamm, den die ASG aus dem DHB-Pokal kegelte. Gegen die SG sieht Stefan Pries sein Team klar in der Außenseiterrolle: „Wir wollen gut mithalten und uns gut verkaufen“. So wie vor einem Jahr, als der THW Kiel sich in Ahlen lange mühte und erst am Ende ein klares 37:26 herauswarf.