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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Wieder ein Ausrufe-Zeichen gesetzt

Die SG Flensburg-Handewitt hat im Kampf um den dritten Tabellenplatz ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Im Schatten der Titelrennens zwischen dem THW Kiel und dem HSV Hamburg gewannen die Nordlichter das Verfolgerduell beim VfL Gummersbach mit 27:26 (13:12) und schoben sich in der Tabelle auf den vierten Platz vor.
Voller Erwartungen blickt die SG nun dem Pokalkracher gegen den THW Kiel am kommenden Mittwoch (20.15 Uhr, Campushalle) entgegen. In der mit rund 7000 Zuschauern nur halbgefüllten Lanxess-Arena in Köln lieferten sich der VfL Gummersbach und die SG Flensburg-Handewitt den erwarteten ausgeglichenen Schlagabtausch.
Männer der ersten Halbzeit waren eindeutig VfL-Keeper Goran Stojanovic und Lars Christiansen, die sich ein beherzten Duell lieferten. Dabei steuerte der SG-Torjäger zwar mit sechs Treffern den Löwenanteil zur 13:12-Pausenführung der Gäste bei, doch der Montenegriner im VfL-Tor konnte sich mit vielen Paraden mehrfach auszeichnen und avancierte zum großen Rückhalt.
Die SG trat mannschaftlich geschlossen auf, setzte auf eine kompakte Abwehr mit einem allerdings nur durchschnittlich Torhüter Dan Beutler und war um Tempospiel bemüht. In dem Duell auf "Augenhöhe" legte das Team von SG-Coach Per Carlén mit wenigen Ausnahme stets vor, konnte sich aber zu keinen Zeitpunkt sichtbar absetzen.
Selbst das 17:14 (35.) durch den bärenstarken Alexander Petersson konnte die SG nicht nutzen, um für eine kleine Vorentscheidung zu nutzen. Im Handumdrehen warf sich der Altmeister in Überzahl mit 18:17 (39.) in Führung und setzte das nicht hochklassige, aber absolut spannende Duell über 20:20 (45.) und auf Augenhöhe fort.
Verwundert waren die SG-Fans darüber, dass Per Carlén an Beutler festhielt, obwohl der Schwede nur sehr wenige Bälle "anfasste". Selbst mit der Hereinnahme von Michael V. Knudsen, dem Carlén eine längere Pause gegönnt hatte, und einem sich langsam steigernden Beutler hatte die SG allergrößte Mühe mit dem VfL Schritt zu halten.
Die Freude über das 26:25 (55.) durch Christiansen wurde durch die dritte Zeitstrafe für Knudsen gedämmt. Es folgte das 26:26, dem der Isländer Petersson mit einem Gewaltwurf das entscheidende 27:26 (60.) folgen ließ. Eine Glanzparade von Beutler gegen Jörg Lützelberger wenige Sekunde vor dem Ende brachte die Entscheidung.