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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Bundesliga: 34:30 – Christiansen-Gala

Die SG Flensburg-Handewitt hat am 11. Spieltag in der TOYOTA Bundesliga mit 34:30 (16:15) gegen die MT Melsungen gewonnen. Damit festigte die Mannschaft von Trainer Per Carlén Platz sieben in der Tabelle. Vor 5423 Zuschauern in der Campushalle war Lars Christiansen mit 12 Treffern erfolgreichster Werfer der Partie.
”Wir haben heute unsere beste Abwehrleistung in dieser Saison gezeigt”, sagte SG-Trainer Per Carlén. "Dan Beutler hatte sicherlich nicht seinen besten Tag, und dennoch habe ich eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen". Vor allem die gegenseitige Unterstützung in der Abwehr hatte dem SG-Coach imponiert. ”Ich bin stolz auf die Einstellung meiner Spieler. Sie haben großen Teamgeist bewiesen”.
Es dauerte allerdings bis zur 28. Spielminute, bevor das Konzept der SG erstmals in Perfektion aufging. Dan Beutler hielt einen Wurf von Grigorios Sanikis, Thomas Mogensen sammelte den Abpraller auf, bediente den davoneilenden Lars Christiansen und dieser vollstreckte eiskalt zum 15:13. Genau so hatte Carlén es sich vor dem Spiel ausgemalt. ”Zehn bis fünfzehn Konter-Tore”, so der Schwede, müsse sein Team erzielen, um siegreich vom Feld zu gehen. Es gab jedoch ein Problem: Melsungen ließ kaum Konter zu. So war das Tor von Christiansen kurz vor der Pause erst der zweite Tempogegenstoß-Treffer der SG . Dies wiederum bedeutete eine knappe 16:15-Führung zur Pause. Bis hierhin hatte Melsungen vor allem durch beinharte Abwherarbeit mitgehalten. Zwischenzeitlich waren die Gäste sogar mit zwei Treffern in Front (8:10/20.).
Nach dem Seitenwechsel lief es besser bei den Gastgebern und der Knackpunkt der Partie ereignete sich. ”Wir wussten das der Beginn der zweiten Hälfte entscheidend wird”, sagte MT-Trainer Ryan Zinglersen, nachdem er seine Glückwünsche in Richtung Hausherren losgeworden war. ”Leider haben wir in dieser Phase eine Zeitstrafe kassiert.” Der Däne war dennoch nicht unzufrieden mit dem Endergebnis. ”Wir sind zum Glück nicht 500 Kilometer weit gefahren, um dann mit zwölf Toren zu verlieren. Es waren nur vier.” Die Gäste hätten laut Zinglersen zwar liebend gerne ”noch mehr Druck auf die SG” ausgeübt; es sollte jedoch nicht sein.

Lars Christiansen: 100 Prozent von der Linie.

Dies lag vor allem daran, dass die Hausherren im zweiten Durchgang endlich zu einigen Konter-Toren kamen. Hinzu erwischte Lars Christiansen einen Sahne-Tag und erzielte zwölf Treffer. Vom Siebenmeterpunkt erwischte der Däne eine Quote von 100 Prozent und verwandelte acht Würfe. Auffallend waren außerdem die sieben Treffer von Michael V. Knudsen. Begünstigt wurde seine Torausbeute von einem erneut stark aufspielenden Patrik Fahlgren. Der Spielmacher bewies selbst in Bedrängnis stets einen kühlen Kopf und vor allem ein gutes Auge. "Patrik ist ein sehr intelligenter Spielmacher", lobte Michael Knudsen den Regisseur. "Es ist schön wenn man solche Anspiele bekommt."
Ein schönes Erlebnis hatte auch Stefan Hampel. Der Torwart aus dem Junior-Team war als Ersatzmann für den erkrankten Johan Sjöstrand dabei und durfte in den letzten drei Minuten ran. Der Youngster wurde bei seinem Bundesliga-Debüt mit herzlichem Applaus empfangen.
”Sicherlich kämpfen wir derzeit etwas mit uns selbst, es läuft nicht alles perfekt”, sagte Ljubomir Vranjes nach Spielende. Der SG-Team-Manager fügte jedoch hinzu: ”Wir dürfen nicht vergessen, dass es eine junge Mannschaft ist. Wir versuchen jedenfalls uns jeden Tag zu verbessern.” Gegenüber dem Großwallstadt-Spiel hatte die SG dies nicht nur vom Ergebnis her getan. 
 
Michael Knudsen bekam zahlreiche Anspiele. Fotos: Demant

 
SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 34:30 (16:15)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (8 Paraden), Hampel (ab. 57.) – Carlén (2), Fahlgren, Mogensen (5), Svan Hansen (3), Christiansen (12/8), Heinl (2), Petersson (3), Knudsen (7)
MT Melsungen: Kelentric (2 Paraden), Lechte (4 Paraden) – Brovka (1), Schöngarth (1), Junillon, Klitgaard (3), Anusic (1), Tellander, Danner (2), Sanikis (10), Aagaard (2), Vuckovic (10/4)
Schiedsrichter: Dedens/Geckert (Magdeburg); Zeitstrafen: 12:14 (Petersson 4, Knudsen 2, Heinl 2, Mogensen 2 – Klitgaard 4, Anusic 2, Brovka 2, Danner 2, Sanikis 2); Siebenmeter: 8/8:4/4; Zuschauer: 5423
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 2:1 (6.), 4:2 (10.), 7:5 (14.), 7:7 (16.), 7:8 (17.), 8:10 (20.), 11:11 (24.), 12:13 (25.), 13:13 (26.), 14:13 (27.), 15:13 (28.), 16:15 (30.) – 20:16 (35.), 25:18 (41.), 27:19 (46.), 30:22 (50.), 33:26 (55.), 34:30 (60.)


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