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Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Bundesliga: 36:30 – Flügel-Festival in Aschaffenburg

Die SG Flensburg-Handewitt löste die schwere Aufgabe beim TV Großwallstadt letztendlich überzeugend und gewann deutlich mit 36:30 (16:12). Da der SC Magdeburg überraschend einen Zähler ließ, rückte die SG auf den sechsten Platz vor. „Das war heute ein kleiner Schritt“, sagte der zukünftige SG-Sportdirektor Ljubomir Vranjes. „Wir brauchen aber noch einen ganz langen Schritt, um uns für den Europapokal zu qualifizieren.“
In den ersten Minuten roch es noch nicht nach einem Auswärtssieg. Mit 1:4 lag die SG zurück, die Magie der Heimtrikots wirkte zunächst nicht. Die SG, bei der im Gegensatz zum Magdeburg-Spiel Lasse Boesen für Jakob Thoustrup in die Startaufstellung gerückt war, behielt aber die Ruhe. Nach knapp elf Minuten markierte Thomas Mogensen bereits den Ausgleich. „Wir haben uns schnell gesteigert“, beobachtete SG-Trainer Per Carlén. „Die erste Halbzeit war absolut okay.“
Lasse Svan Hansen war es vorbehalten, mit dem 5:4 die erste SG-Führung des Tages zu markieren. Es war alles andere als Zufall, dass der dänische Rechtsaußen getroffen hatte. Er hatte einen Sahnetag erwischt, verwertete Gegenstöße und Chancen aus dem Winkel mit beeindruckender Konstanz. Das Aschaffenburger „Flügel-Festival“ komplettierte „Geburtstagskind“ Lars Christiansen auf der anderen Seite. Der nun 37-Jährige traf 13 Mal, verwandelte sechs Siebenmeter sicher, nachdem er seinen ersten Versuch in der Anfangsphase übergetreten hatte. „Wir sind wirklich gut vorbereitet in diese Partie gegangen“, strahlte Lars Christiansen.
Nach einer Viertelstunde, als Jacob Heinl die zweite Zeitstreife kassiert hatte, kam Johnny Jensen. Sein Comeback nach siebenwöchiger Verletzungspause! Die SG hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf drei Tore abgesetzt. Kurz darauf nahm der TV Großwallstadt seine Auszeit. Lasse Svan Hansen antwortete per Konter. 10:6! Die SG diktierte das Geschehen.
Die Großwallstädter versuchten es im zweiten Durchgang mit einer 5:1-Abwehr. Vor Thomas Mogensen baute sich ein „Wachhund“ auf. Doch ein wirkliches Rezept war diese Maßnahme gegen eine offensivstarke SG nicht. Näher als auf 20:23 (42.) rückten die Hausherren nicht heran, zumal SG-Torwart Dan Beutler in dieser Phase seine zwölfte Parade zeigte.
Ein Makel haftete lediglich an der Abwehr. Gerade der TVG-Rückraum um Michael Müller, Ondrej Zdrahala und in der Schlussphase Einar Holmgeirsson hatte zu viele Freiräume. „Wenn wir uns in der Deckung nicht besser aus der Affäre ziehen“, sagte Per Carlén, „wird es gegen den HSV Hamburg am Dienstag ganz schwer.“



TV Großwallstadt – SG Flensburg-Handewitt  30:36 (12:16)
TV Großwallstadt: Rominger, Andersson – Kneer (4), Müller (8), Köhrmann (1), Zdrahala (8/2), Holmgeirsson (7), Kunz, Schmeißer, Spatz (1), Tiedtke (2), Larsson (1)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (14 Paraden) – Thoustrup, Carlén (4), Mogensen (5), Svan Hansen (10), Jensen, Christiansen (13/6), Heinl, Boesen (4), Knudsen
Schiedsrichter: Becker/Hack (Halberstadt); Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Köhrmann 2 – Heinl 4, Knudsen 2); Siebenmeter: 2/2:7/6 (Christiansen tritt über); Zuschauer: 4000 (ausverkauft)
Spielverlauf: 1:1 (2.), 4:1 (6.), 4:5 (12.), 5:8 (17.), 6:10 (20.), 8:13 (24.), 10:13 (26.), 12:15 (30.) – 12:17 (31.), 15:19 (36.), 17:21 (38.), 17:23 (40.), 20:23 (42.), 21:26 (46.), 24:28 (50.), 24:30 (53.), 28:32 (57.), 29:35 (59.)



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20.4.2009 – Flügelzange nahm TVG auseinander (Flensborg Avis; Volker Metzger)
18.4.2009 – 23 Tore von den Außenpositionen (www.erlebe-flensburg.de; Benjamin Nolte)
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