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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Bundesliga: 43:22 – SG lebt Auswärtsrausch

Das hatte mal wieder Spaß gemacht. Die SG Flensburg-Handewitt siegte beim Stralsunder HV deutlich mit 43:22 (21:10) und beendete damit zum ersten Mal seit der Ukraine-Tour im November eine Auswärtsfahrt mit einem Sieg. Zugleich sprang die SG dank dieses Erfolgs auf den fünften Platz in der TOTOTA Bundesliga und untermauerte die Ansprüche auf einen internationalen Startplatz.
Never change a winning team – für Per Carlén hatte dieser Leitspruch in Stralsund keine Gültigkeit. Gleich auf drei Positionen änderte der SG-Trainer im Vergleich zum Leon-Sieg seine Startaufstellung. Dan Beutler war von seiner Grippe so weit genesen, dass er wieder das SG-Tor hüten konnte. Dagegen wurde Johnny Jensen weg seiner Blessur geschont und im Mittelblock der 6:0-Abwehr durch Youngster Jacob Heinl ersetzt. Zudem stürmte diesmal Torge Johannsen auf der rechten Außenbahn.
Der Nordfriese hatte einen Start nach Maß. Schon in den ersten zehn Minuten hatte er drei Mal eingelocht. Insgesamt brauchte der SG-Clan aber einige Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Michael Knudsen produzierte ein Stürmerfoul und setzte wenig später einen Aufsetzer an die Latte. Stralsund führte 3:2. „Wir sind auf allen Positionen besser besetzt“, hatte Per Carlén vor dem Anpfiff gesagt. „Um zu gewinnen, müssen wir aber mit Kopf und Herz dabei sein.“
Worte, die sich nach knapp zehn Minuten in Taten verwandelten. Nun ging es blitzschnell. Dan Beutler stockte die Zahl seiner Paraden kontinuierlich auf. Torge Johannsen traf beim 3:8 bereits zum fünften Mal. Nach einer Viertelstunde markierte Lars Christiansen aus einem Gegenstoß heraus sogar das 3:9. Die Stralsunder Bank nahm ihre Auszeit.
Aber auch danach stand der personell gebeutelte Vorletzte auf verlorenem Posten. Einer genoss das Schützenfest ganz besonders: Torge Johannsen freute sich beim 6:14 bereits über seinen siebten Streich. Per Carlén hatte genug Gelegenheiten, all seinen jüngeren Akteuren genug Spielanteile zu bieten. Die SG hielt dennoch stets das Tempo hoch. „Dieses Spiel war sehr gut für das Selbstvertrauen“, meinte Co-Trainer Ljubomir Vranjes. „Außerdem war es wichtig für die Akteure, die sonst nicht zu so vielen Einsätzen gekommen sind.“
Die bemitleidenswerten Stralsunder wurden nach 42 Minuten weiter dezimiert: Sven Präkels fiel wegen seiner dritten Zeitstrafe aus. So kam, was kommen musste: Die SG ging auf Rekordkurs. Im Visier standen zwei Bundesliga-Siege mit jeweils 21 Toren Vorsprung. Das 39:18 gegen den VfL Bad Schwartau vom 3. April 2002 und das 36:15 vom 3. Mai 2000 beim TuS Schutterwald. Torge Johannsen egalisierte diese Bestmarke erstmals beim 40:19. Ein Vorsprung, der auch am Ende Bestand hatte. Zudem feierte Jan Molsen sein erstes Bundesliga-Tor.

Stralsunder HV – SG Flensburg-Handewitt  22:43 (10:21)
Stralsunder HV: Levshin, Tsilimparis, Herholc – Brandt (1), Samaras (2), Libergs (3), Berka (3), Präkels (2), Ney (2/1), Hintz (1/1), Schwerin, Nincevic (8/2)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Meyer (ab 31.) – Molsen (1), Thoustrup (2), Carlén (1/1), Mogensen (6), Christiansen (8/3), Johannsen (13), Schneider (4), Heinl (2), Boesen (3/1), Knudsen (3)
Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin); Zeitstrafen: 12:8 Minuten (Präkels 6, Libergs 4, Schwerin 2 – Knudsen 4, Heinl 2, Christiansen 2); Rote Karte: Präkels (43.; dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 5/4:6/5 (Meyer hält gegen Nincevic – Herholc pariert gegen Schneider); Zuschauer: 1050 (ausverkauft)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 3:2 (4.), 3:10 (15.), 5:13 (19.), 6:15 (21.), 7:16 (23.), 9:16 (24.), 10:17 (26.) – 11:21 (31.), 13:23 (35.), 13:28 (41.), 15:28 (43.), 15:30 (45.), 16:33 (47.), 18:33 (50.), 18:37 (53.), 19:40 (57.), 20:42 (58.)


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