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Intersport Masters: Erfolgreicher Siebenmeter-Krimi gegen Essen

Die SG Flensburg-Handewitt schloss das Intersport Masters mit einem knappen 27:25 (23:23, 14:11) nach Siebenmeterwerfen gegen TUSEM Essen ab und platzierte sich auf Rang fünf. "Dieses Turnier ist wirklich eine schöne Geschichte, alles ist gut organisiert", sagte der vierfache Torschütze Torge Johannsen zum Abschluss. "Wir konnten sehen, wo die Stärken und Schwächen der anderen Mannschaften liegen und vor allem, wo wir selbst stehen." Nun reist die SG weiter in die Schweiz. Drei Tage in St. Gallen, die mit Training, Team-Bildung und einem Testspiel beim eidgenössischen Erstligisten TSV St. Otmar St. Gallen (Dienstag, 19.30 Uhr) prall gefüllt sein werden.
Am Sonntagmorgen war Anders Dahl-Nielsen, der sportliche Leiter, als Erster aktiv. Als Co-Moderator beim „hbl.tv“. Die Partie um Platz sieben zwischen Magdeburg und Balingen-Weilstetten versah er mit fachkundigen Bemerkungen und zog eine erste Bilanz aus Sicht der SG. „Es ist für uns natürlich enttäuschend, schon so früh am Finaltag auflaufen zu müssen“, sagte Anders Dahl-Nielsen. „Entschuldigungen und Erklärungen gibt es natürlich genug. Wir haben Probleme mit Verletzungen und dem richtigen Timing. Zum Glücken haben wir bis zum Saisonstart noch zwei Wochen Zeit.“
Das Match um den fünften Rang gegen TUSEM Essen erwies sich nicht unbedingt als „Sonntagsspaziergang“. Zwar brachte Kasper Nielsen die SG vor beachtlichen 2000 Zuschauern mit einem Konter-Doppelschlag mit 3:1 (7.) in Führung. Doch richtig rund lief es nicht, zumal das Rückzugsverhalten zu wünschen übrig ließ. Bis zum 9:10 (25.) lief die SG einem Rückstand hinterher. Dann nahm Trainer Kent-Harry Andersson eine Auszeit, beorderte Johnny Jensen an den Kreis. Einen Siebenmeter herausgeholt, ein Tor und ein Pass – der „Handballgott“ hatte maßgeblichen Anteil, dass die SG zur Pause halbwegs in der Spur lag.
Nach dem Seitenwechsel markierte Anders Eggert gleich das 15:11. Doch dann begab sich die SG in ein Tief. Essen kehrte in die Partie zurück. Beim 18:18 nahm Kent-Harry Andersson seine Auszeit. „Wir machen zu viele technische Fehler“, haderte er. „Wir brauchen mehr Disziplin.“ Sein Team wirkte allerdings müde, geriet mit 19:21 (52.) in Rückstand. Zumindest reichte es noch, um sich ins Siebenmeterwerfen zu retten. Dort eröffnete Alexander Petersson mit einer Pirouette den spannenden Showdown, auch Thomas Mogensen, Lars Christiansen und Anders Eggert trafen. Dagegen scheiterte Andrej Siniak an Dan Beutler, Sergi Casanova warf am Tor vorbei. Die SG hatte knapp gewonnen.

Ljubomir Vranjes im Schwebezustand. Foto: sportseye.de


TUSEM Essen – SG Flensburg-Handewitt  25:27 (23:23, 11:14)

SG: Beutler (1.Hz und 7m-Werfen, 6/1 Paraden), Sijan (2. Hz und 7m-Werfen, 6 Paraden) – Nielsen (2), Eggert (5/4), Mogensen (3/1), Holmgeirsson (2), Jensen (1), Christiansen (4/3), Vranjes (3), Johannsen (4), Lijewski, Petersson (3/1), Heinl

 

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