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Intersport Masters: Ein Sieg, eine Niederlage – SG wird Gruppendritter

Der zweite Tag bei den Intersport Masters bescherte der SG Flensburg-Handewitt durchschnittlichen Erfolg. Nachdem ein 31:32 (17:16) gegen die HSG Nordhorn bereits vorzeitig die Chancen auf eine Titelverteidigung zerstört hatte, überflügelten die Nordlichter am frühen Abend zumindest die HBW Balingen-Weilstetten mit einem 32:29 (14:15). Damit belegte die Truppe von Kent-Harry Andersson den dritten Rang hinter dem TV Großwallstadt sowie der HSG Nordhorn und bestreitet am morgigen Sonntag um 11.10 Uhr gegen Aufsteiger TUSEM Essen das Spiel um Platz fünf ("live" im hbl.tv).
„Im Vordergrund steht“, erklärte Co-Trainer Jan Paulsen, „dass jeder Akteur genug Einsatzzeiten erhält und wir die Abstimmung mit den unterschiedlichen Nebenleuten verfeinern.“ So kamen Thomas Mogensen und Anders Eggert nur gegen Balingen zum Zug, während Ljubomir Vranjes, Marcin Lijewski und Lars Christiansen pausierten.
Balingen hatte nach dem 34:27-Coup der Großwallstädter noch Chancen auf den Gruppensieg, die SG wollte unbedingt den ersten Sieg bei den Intersport Masters. Sie startete bissig in der Deckung, verlor jedoch schnell die Linie. Es dauerte rund zehn Minuten (3:7), bis die Nordlichter etwas besser in Schwung kamen. Mit einer Parade gab der eingewechselte Dan Beutler ein Signal, Anders Eggert verkürzte auf 9:10. Balingen produzierte nun mehr technische Fehler, die SG hatte den Anschluss gefunden und glich durch Anders Eggert zum 14:14 aus.
In der zweiten Hälfte warf Michael Knudsen die SG beim 19:18 erstmals in Front. „Nun stimmte endlich das Tempo“, sagte Jan Paulsen. Nur das Wurfpech häufte sich, die Süddeutschen blieben im Schlepptau. Erst Alexander Petersson etablierte beim 25:23 (41.) eine Zwei-Tore-Führung, die Dan Beutler mit einem Strafwurf zementierte. Mit der nötigen Routine sicherte sich die SG den ersten Erfolg, der die Teilnahme am Spiel um Platz fünf (11.10 Uhr) ermöglicht. Die „Player`s Night“ wird für den SG-Tross also relativ kurz ausfallen.

Johnny Jensen im Anflug.

Zur Mittagszeit waren die SG und die HSG Nordhorn mit viel Elan in die Partie gestartet. Nach etwa zehn Minuten nahm die SG das Heft in die Hand und setzte sich auf drei Tore ab. Dabei profitierten die Nordlichter von ungenauen Würfen des Gegners. Der Kontrahent blieb allerdings auf Tuchfühlung. Nach der Pause war die SG vorübergehend völlig von der Rolle. Ein 20:17 verwandelte sich in ein 20:21. Beide Abwehrreihen wollten einfach kein Mittel gegen die schnellen Gegenzüge des Angriffs unternehmen. „Wir haben teilweise ganz gut gespielt“, sagte Jan Paulsen. „Die Abwehrleistung stimmte aber nicht.“
Auf Seiten der SG überzeugte einmal mehr Michael Knudsen. Doch auch Kasper Nielsen, der 60 Minuten auf der Platte stand, findet sich im linken Rückraum immer besser zurecht. Bis zur 45. Spielminute setzte sich die SG wieder auf vier Treffer ab. Torge Johannsen verpasste es, den Sack zuzumachen und scheiterte völlig freistehend. Kurz darauf ereilte Lars Christiansen das gleiche Schicksal. „Wir haben in dieser Phase vier Hundertprozentige ausgelassen, das darf nicht passieren“, haderte Jan Paulsen. Die HSG Nordhorn war beim 30:29 (48.) wieder im Spiel. Nach einem Innenpfostentreffer von Lars Christiansen erzielte der beste Nordhorner Bjarte Myrhol den hoch verdienten Ausgleich. Doch anstatt die Spielzeit clever herunterzuspielen, unterlief Michael Knudsen ein unnötiges Stürmerfoul. Piotr Przybecki versenkte den Tempogegenstoß zum 31:32. 

Das neue SG-Torwartgespann. Fotos: Klotz


HSG Nordhorn – SG Flensburg-Handewitt  32:31 (16:17)
SG: Beutler (1.Hz, 4 Paraden), Sijan (2. Hz, 6 Paraden) – Nielsen (5), Holmgeirsson (1), Jensen (1), Christiansen (12/7), Vranjes (1), Johannsen, Lijewski (3), Petersson (2), Knudsen (6)

HBW Balingen-Weilstetten – SG Flensburg-Handewitt  29:32 (15:14)
SG: Beutler (ab 11., 11 Paraden), Sijan – Nielsen, Eggert (14/8), Mogensen (7), Holmgeirsson (1), Jensen (2), Johannsen, Petersson (4), Knudsen (4)

 

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10.8.2007 – SG startet mit Niederlage (Homepage)
9.8.2007 – Echter Härtetest - vier Stunden Handball (Vorschau, Homepage)