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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Hummel-Charity-Cup: Der erste „Pott“ ist im Sack

Im letzten Jahr hatte sich Anders Eggert einen Scherz erlaubt. Unter Saisonziel hatte der Däne in seinem Steckbrief „Kapitän werden“ eingetragen. Beim Hummel-Charity-Cup belegte der 23-Jährige schon einmal einen „Schnupperkurs“ und marschierte in Vertretung des erkrankten Ljubomir Vranjes zur Siegerehrung. Die SG Flensburg-Handewitt sicherte sich nämlich mit einem 21:15 (11:8) gegen den TBV Lemgo den Turniersieg. Zugleich bekam Anders Eggert von Jens Binek, dem Hummel-Finanzdirektor, ein Scheck über 3000 Euro ausgehändigt. Die Summe wird die SG für einen guten Zweck spenden.
Damit gewann die Truppe von Kent-Harry Andersson zum dritten Mal nach 2004 und 2005 den Charity-Cup. Und es war gewiss der überraschendste dieser drei Erfolge. „Bei unseren Verletzungssorgen war nicht damit zu rechnen, dass wir ein Turnier gewinnen, an dem so starke Teams wie Kiel oder Lemgo teilnehmen“, sagte der SG-Trainer. „Für unsere Neuzugänge war es gut, so viele Spielanteile zu bekommen. Und für die gesamte Mannschaft ist dieser Sieg weitere Motivation für das harte Trainingsprogramm.“ Auch am morgigen Montag möchte der Schwede mindestens eine Übungseinheit ansetzen.
Insgesamt erlebte die Holstenhalle in Neumünster eine gelungene Handball-Veranstaltung. 2400 Zuschauer für ein Turnier mit Testspiel-Charakter waren Bestätigung genug für die Veranstalter. Die anwesenden SG-Fans waren die ersten, die am Finaltag voll auf ihre Kosten kamen. Die SG legte gegen GOG Svendborg TGI los wie „die Feuerwehr“. Schon nach einer Viertelstunde führte die SG mit 10:4. Auch eine rote Karte gegen Alexander Petersson stoppte die SG nicht. Johnny Jensen, Thomas Mogensen und Torge Johannsen bildeten nun die Rückraumachse, Youngster Lasse Kohnagel agierte auf Rechtsaußen.
Der Vorsprung schmolz gegen den dänischen Meister aber nicht mehr zusammen. „Dieser Erfolg war wichtig“, strahlte Thomas Mogensen. „Meine Ex-Mannschaft habe ich allerdings kaum wiedererkannt. Sieben Spieler und der Trainer sind ausgeschieden.“ Der SG-Neuzugang selbst machte den Verantwortlichen Freude. „Ich bin überrascht, wie schnell er sich integriert“, lobte Kent-Harry Andersson, der sich auch über einige Reaktionen von Dane Sijan freute. Und Alexander Petersson erhielt die knappe Bewertung „verdammt stark“.
„Jetzt wollen wir auch das Turnier gewinnen“, sagte Kent-Harry Andersson vor dem Finale. Die Verletzungssorgen waren kurzfristig vergessen. Die verbliebenen Schützlinge unterstrichen gegen den TBV Lemgo, der den THW Kiel mit 24:21 ausgeschaltet hatte, den starken Eindruck. Nach einem 2:4 nahm der SG-Express Fahrt auf und marschierte bis auf 10:5 davon. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Lemgo zwar noch einmal auf 12:14, als Lars Christiansen, Torge Johannsen und Thomas Mogensen ihre Gegenstöße verwandelt hatten, war der Drops jedoch gelutscht.

Alexander Petersson war "verdammt stark".

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Finale
TBV Lemgo - SG Flensburg-Handewitt  15:21 (8:11)
Lemgo:
Lichtlein, Zereike – Kehrmann (4/2), Mocsai (1), Preiß (1), Kaufmann (1), Christophersen (4), Lützelberger (1), Hegemann (2), Kaltenborn (1)
SG: Beutler, Sijan – Eggert (3/1), Mogensen (2), Jensen (2), Christiansen (2), Torge Johannsen (2), Petersson (5), Knudsen (5), Heinl

Halbfinale
GOG Svendborg TGI – SG Flensburg-Handewitt  18:28 (8:13)
SG:
Beutler, Sijan – Eggert (5/2), Mogensen (4), Jensen (3), Christiansen (3/1), Torge Johannsen (7), Petersson (3), Knudsen (3), Heinl, Kohnagel

 


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