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TOYOTA Handball-Bundesliga: SG macht kurzen Prozess im „Fuchsbau“

Das nennt man Wiedergutmachung! Die SG Flensburg-Handewitt stürmte die gutbesuchte Max-Schmeling-Halle in Windeseile und festigte mit dem 29:21 (15:5) bei den Füchsen Berlin den zweiten Tabellenplatz. Während sich Spitzenreiter THW Kiel (ein Spiel mehr) in Essen (27:33) keine Blöße gab, büßte Verfolger Nordhorn beim 32:34 in Gummersbach zwei wichtige Zähler ein.
„Die Berliner“, unkte Co-Trainer Jan Paulsen vor dem Anpfiff, „sind eine kampfstarke Mannschaft, die aber nicht das spielerische Potenzial besitzen, um eine SG in Normalform zu schlagen.“ Was sich zunächst nach einer Prise Überheblichkeit anhörte, war selbstbewusste Realität. Die SG, wieder mit Dan Beutler im Gehäuse und dem von einer Erkältung genesenen Johnny Jensen, machte kurzen Prozess. Mit 100 SG-Fans im Rücken stand die 6:0-Abwehr felsenfest, Dan Beutler hatte schnell ein Dutzend Paraden auf das Parkett gezaubert.
Nachdem Lars Christiansen mit einem Trickwurf einen Siebenmeter zum 4:1 verwandelt und Torge Johannsen per Gegenstoß auf 5:1 (8.) erhöht hatte, zuckte Berlins Trainer Jörn-Uwe Lommel bereits die grüne Karte. Die Auszeit hatte keine Wirkung. Gleich danach zog Dan Sijan dem Siebenmeter-Killer Konrad Wilczynski den Zahn, die Berliner fanden keine Mittel gegen das SG-Bollwerk. Zwischen der 4. und 18. Minute blieben sie ohne Torerfolg, markierten in den ersten 25 Minuten magere zwei Treffer, während Blazenko Lackovic mit dem 2:12 (22.) die erste Zehn-Tore-Führung für die SG erzielte.
In der zweiten Hälfte ließen es die Gäste, die ohne Alexander Petersson (im Training mit dem Fuß umgeknickt) antraten, etwas ruhiger angehen. Auch der Schlendrian tauchte im Aufbau des Favoriten auf. Trainer Kent-Harry Andersson, der die erste Hälfte ganz entspannt von der Bank aus verfolgte, stand nun mehrfach an der Seitenlinie. Einen richtigen „Aufreger“ registrierte aber auch er nicht. Die Füchse kamen nie mehr als auf sieben Treffer heran.

 

Füchse Berlin – SG Flensburg-Handewitt 21:29 (5:15)
Füchse Berlin: Vortmann, Stochl – Kern (5), Strand, Detlof (5), Richwien (1), Schumann (1), Stelmokas (4), Wilczynski (4/3), El Fakharany (1), Hartensuer, Murawski, Prokopec, Boese
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan – von Behren, Lackovic (2), Nielsen (4), Eggert (3/1), Mogensen (5), Jensen (1), Christiansen (3/2), Vranjes (4), Johannsen (3), Lijewski (3), Knudsen (1)
Schiedsrichter: Geipel/ Helbig (Steuden/ Landsberg); Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Stelmokas 2 – Lijewski 2, Knudsen 2, von Behren 2); Siebenmeter: 4/3:4/3 (Sijan pariert gegen Wilczynski – Christiansen scheitert an Stochl); Zuschauer: 6500
Spielverlauf: 0:2 (3.), 1:2 (4.), 1:5 (8.), 1:9 (18.), 2:9 (18.), 2:13 (25.), 4:14 (26.) – 8:15 (34.), 9:17 (36.), 10:19 (40.), 12:22 (43.), 14:22 (45.), 15:25 (51.), 17:27 (53.), 19:27 (55.), 21:28 (59.)

 

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19.10.2007 – Berliner Füchsen früh den Zahn gezogen (sh:z; Jan Wrege)
18.10.2007 – SG betrieb Wiedergutmachung im großen Stile (Flensborg Avis; Ruwen Möller)
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