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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Handball-Bundesliga: 33:27 – SG titelhungrig

Zumindest für ein Tag hat sich die SG Flensburg-Handewitt die Tabellenspitze der TOYOTA Handball-Bundesliga zurückerobert. Beim TV Großwallstadt fand die SG nach 20 Minuten ihren Rhythmus und feierte gegen den vermeintlichen Anstgegner einen überraschend klaren 33:27 (16:13)-Erfolg.
Die SG war „heiß“. Das spürte man bereits in der Aufwärmphase, als Kapitän Ljubomir Vranjes pausenlos einen seiner Mannschaftskameraden anfeuerte. Der kleine Schwede selbst war mit von der Partie. Als „Wühlmaus“ gegen die Großwallstädter 3:2:1-Abwehr avancierte Ljubomir Vranjes allerdings nicht, da die Gastgeber überraschend mit einer 6:0-Deckung anfingen.
Die SG hatte ein paar Startschwierigkeiten, während TVG-Keeper Chrischa Hannawald gleich drei Paraden auf die Platte zauberte. Andreas Kunz nutzte den Gegenstoß zur 3:1-Führung der Hausherren. Da Lars Christiansen einen Siebenmeter ausließ, lag der Tabellenzehnte auch beim 6:4 noch in Front.
Dann bekam die SG den Kontrahenten aber allmählich in Griff, obwohl Blazenko Lackovic nach seinem dritten Treffer zum 9:9 verletzt am Boden liegen blieb und vorübergehend gegen Kasper Nielsen getauscht wurde. Torge Johannsen und Anders Eggert, der gleich mit einem sehenswerten Heber beim 9:10 die erste SG-Führung erzielte, sorgten für frischen Wind auf den Flügeln. Ljubomir Vranjes, Anders Eggert und Michael Knudsen ließen weitere Treffer folgen. Beim 10:13 sah sich TVG-Coach Michael Roth genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Die SG verteidigte den Vorsprung aber bis zum Halbzeitpfiff.
Bis zur Pause war es auf dem Parkett teilweise turbulent zugegangen, Michael Knudsen hatte nach 20 Minuten bereits zwei Zeitstrafen kassiert. Nach Wiederbeginn wich die Hektik schnell aus der Partie. Großwallstadt verkürzte noch einmal auf 14:16, doch dann zog der SG-Express davon. Die 6:0-Abwehr stand sicher, Dan Beutler parierte – und der Gegenstoß rollte gen gegnerisches Tor. Statistiker zählten sechs Konter-Treffer und 8:1-Lauf in Folge. Blazenko Lackovic traf aus zwölf Metern ins Schwarze, während die Gastgeber zahlreiche technische Fehler produzierten.



TV Großwallstadt – SG Flensburg-Handewitt 27:33 (13:15)
TV Großwallstadt: Rominger, Hannawald – Spatz (5), P. Müller (2), Oechsler (1), Wolf (3), Kunz (9/4), Zdrahala (4), Hribar, M. Müller (2), Blank (1), Reuter
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan – Lackovic (5), Nielsen (3), Eggert (9/3), Mogensen (1), Holmgeirsson (1), Jensen (1), Christiansen (1), Vranjes (2), Johannsen, Lijewski (2), Petersson (2), Knudsen (6)
Schiedsrichter: Fleisch/Rieber (Ostfildern/Nürtingen); Zeitstrafen: 10:12 Minuten (M. Müller 4, Wolf 2, Oechsler 2, Spatz 2 – Knudsen 6, Jensen 2, Lijewski 2, Holmgeirsson 2); Rote Karte: Knudsen (47., dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 4/4:4/3 (Christiansen scheitert an Hannawald); Zuschauer: 4200
Spielverlauf: 3:1 (4.), 3:3 (7.), 4:4 (8.), 6:4 (11.), 6:6 (13.), 8:8 (17.), 9:10 (20.), 10:13 (24.), 12:14 (27.) – 14:16 (32.), 14:19 (37.), 15:24 (41.), 17:26 (47.), 17:28 (49.), 20:28 (52.), 23:30 (55.), 26:31 (58.)


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