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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Handball-Bundesliga: 43:25 – stehende Ovationen

Ein Handball-Nachmittag nach Maß! Die SG Flensburg-Handewitt verteidigte mit einem überaus deutlichen 43:25 (20:10)-Erfolg nicht nur die Spitze der TOYOTA Handball-Bundesliga, sondern tat auch etwas für das Torverhältnis. „Wir haben viel besser und disziplinierter als in den letzten beiden Partien gespielt“, meinte SG-Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen. „Das ist eine gute Ausgangsbasis für das Spiel in Großwallstadt.“
Die SG erwischte einen klassischen  Blitzstart! Gerade einmal 62 Sekunden waren gespielt, da lochte Kasper Nielsen, der für Blazenko Lackovic anfing bereits zum zweiten Mal ein. Es folgte ein Doppelschlag von Alexander Petersson, der nach nur 137 Sekunden das 4:0 markierte. Die „Hölle Nord“ war aus dem Häuschen! Gäste-Coach Robert Hedin sah frühzeitig die Felle davonschwimmen und beantragte nach nur 3:25 Minuten – es hieß 5:0 – seine Auszeit.
Eine Trendwende erlebte die ausverkaufte Campushalle nicht. Nach dem 7:4 zog die SG unaufhörlich davon. Die 6:0-Abwehr, die immer wieder den ratlosen Melsunger Angreifern den Ball wegluchste, Keeper Dan Beutler sowie eine hohe Effizienz im Angriff waren der Grundstein für den Erfolg. „Wir standen in der Abwehr viel besser als zuletzt“, freute sich SG-Trainer Kent-Harry Andersson. „Im Hinspiel hatten Vladica Stojanovic und Daniel Valo 20 Mal gegen uns getroffen. Die beiden hatten wir diesmal im Griff.“
Bereits nach 25 Minuten – Thomas Mogensen traf zum 17:7 – führte die SG mit zehn Treffern. Auch der Pausentee reduzierte das Feuer im SG-Herzen nicht. Kontinuierlich wuchs der Vorsprung. Allen voran Lars Christiansen war nicht zu stoppen. Dem Linksaußen unterlief erst in der Schlussphase ein Fehlwurf. Das 40. Tor war aber dem erst kurz zuvor eingewechselten Einar Holmgeirsson überlassen.
Dann erhoben sich die Zuschauer und leisteten stehende Ovationen. „Die SG ist natürlich eine Klasse besser als wir“, sagte Robert Hedin. „Dennoch darf man hier nicht so hoch verlieren.“ Anders Dahl-Nielsen blies derweil zum Angriff: „Wir wollen auch die letzten vier Spiele gewinnen – dann werden wir sehen, was herausspringt.“

Michael Knudsen traf acht Mal.

 

SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen  43:25 (20:10)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (21/3 Paraden) – Lackovic (2), Nielsen (3), Mogensen (4), Holmgeirsson (2), Jensen (2), Christiansen (13/3), Johannsen, Lijewski (4), Petersson (5), Knudsen (8)
MT Melsungen: Kelentric (4 Paraden), Schomburg (7 Paraden) – Brouko, Kurtchev, Tellander, Kraus (5), Hruby, Stojanovic (2), Balomenos (3), Klitgaard (7), Sanikis (5), Karipidis, Valo (3)
Schiedsrichter: Damian/ Wenz (Bingen/Mainz); Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Mogensen 2, Knudsen 2 – Balomenos 4, Stojanovic 2, Valo 2, Brouko 2); Siebenmeter: 3/3:3/0 (Karipidis scheitert zwei Mal, Stojanovic einmal an Beutler); Zuschauer: 6300 (ausverkauft)
Spielfilm: 5:0 (4.), 7:2 (8.), 7:4 (10.), 8:5 (12.), 11:5 (17.), 15:6 (21.), 18:7 (25.), 20:9 (30.) – 21:10 (31.), 23:11 (32.), 24:13 (35.), 26:13 (37.), 29:14 (40.), 32:16 (43.), 32:18 (44.), 35:18 (47.), 37:21 (52.), 40:21 (54.), 41:24 (55.), 43:24 (60.)


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