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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Handball-Bundesliga: 33:24 – souveräner Marsch zur Herbstmeisterschaft

Der SG Flensburg-Handewitt ist die Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen. Mit einem 33:24 (16:13)-Erfolg bei GWD Minden schloss die SG eine insgesamt sehr gute Hinrunde ab. 29:5 Zähler – das kann sich wirklich sehen lassen. „Es ist immer schwer, in Minden zu gewinnen“, freute sich SG-Coach Kent-Harry Andersson über die beiden Zähler.
Die SG begann sehr konzentriert. Dan Beutler setzte zwischen den Pfosten zwei „Zeichen“, vorne erreichte der Rückraum mit Blazenko Lackovic, Thomas Mogensen und Marcin Lijewski auf Anhieb Betriebstemperatur. Schnell bejubelten die rund 150 mitgereisten SG-Fans eine 5:1-Führung ihrer Mannschaft. Die zunächst gewohnt sichere 6:0-Deckung versuchte, den Westfalen sofort den Zahn zu ziehen. Lediglich Neuzugang Michael Haaß und Stephan Just schlugen den Gästen manchmal ein Schnippchen.
Beim 5:10 (19) nahm GWD-Coach Richard Ratka seine Auszeit, versuchte seinem Angriff mehr Elan einzuhauchen. SG-Kreisläufer Michael Knudsen markierte per Doppelschlag zwar das 6:12, doch die Hausherren kamen zusehends besser in Fahrt. Gerade über Außen zeigten sich nun Lücken im SG-Abwehrbollwerk, Torwart Dan Beutler war das eine oder andere Mal mit seinen Vorderleuten nicht zufrieden. Kurz vor dem Pausentee verkürzte GWD-Goalgetter auf 13:15.
In den zweiten Durchgang startete die SG fulminant. Dan Beutler parierte gegen Arne Niemeyer, im Gegenstoß traf Kasper Nielsen. Ein weiterer sehenswerter Konter bescherte der SG sogar das 13:18. Doch eine Talsohle musste die SG noch durchstehen. Minden schloss beim 18:20 erneut auf. Die Kampa-Halle brodelte nun wie ein Hexenkessel. Blazenko Lackovic sorgte mit einem nüchternen Wurf für eine erste Beruhigungspille, zwei von Kasper Nielsen und Michael Knudsen abgeschlossene Gegenstöße stellten den alten Vorsprung wieder her.
Nun lief alles nach den Wünschen der SG. Selbst die Abpraller landeten bei der SG. Binnen Kürze „klaute“ der Herbstmeister der Saison 2007/2008 die Spannung aus der Kampa-Halle. Die westfälischen Zuschauer feierten dafür den einzigen SG-Akteur, der nicht auf dem Spielberichtsbogen auftauchte. Frank von Behren war diesmal der 15. Akteur. Die Gesänge „Mindener Jung“ dürften ihm aber gefallen haben.
Letztendlich ärgerten sich nur Kent-Harry Andersson und SG-Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen über eine nicht entschiedene Wette um eine Flasche Wein. Der Coach setzte auf Nordhorn, der Sportdirektor auf Lemgo – das Verfolger-Duell endete mit einem Unentschieden. Kent-Harry Andersson: „Jetzt müssen wir Weihnachten beide durstig sein.“

 

GWD Minden – SG Flensburg-Handewitt  24:33 (13:16)
GWD Minden: Besirevic, Buhrmester – Haaß (4), Just (10/3), Simon (3), Schäpsmeier (3), Henriksson, Hynek, Cehajic (1), Buschmann (1), Niemeyer (2), Kunisch
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan (ab 58.) – Lackovic (6), Nielsen (3), Eggert (7/3), Mogensen (2), Holmgeirsson, Jensen (2), Vranjes, Johannsen (1), Lijewski (1), Petersson (3), Knudsen (8)
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf); Zeitstrafen: 10:8 Minuten (Hynek 2, Just 2, Niemeyer 2, Schäpsmeier 2, Haaß 2 – Knudsen 4, Lijewski 2, Petersson 2); Siebenmeter: 3/3:3/3; Zuschauer: 3500
Spielverlauf: 0:2 (3.), 1:5 (8.), 3:7 (10.), 5:7 (17.), 5:10 (19.), 6:12 (21.), 8:12 (23.), 9:14 (25.), 11:14 (27.), 13:15 (29.) – 13:18 (32.), 15:20 (37.), 18:20 (39.), 18:23 (44.), 19:24 (44.), 19:28 (50.), 21:30 (54.), 22:32 (58.), 24:32 (59.)

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