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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

TOYOTA Handball-Bundesliga: Erleben die „Löwen“ die „Hölle Nord“?

Nach zweiwöchiger Pause geht es in die letzte „Bundesliga-Etappe“ des Jahres 2007. Im vorletzten Heimspiel empfängt die SG Flensburg-Handewitt am Samstag um 15 Uhr den ehrgeizigen Emporkömmling Rhein-Neckar-Löwen. Die SG möchte ihre Tabellen-Führung verteidigen, die Süddeutschen den Anschluss an das Spitzenquartett herstellen.
Keine Frage: Die SG setzte am Dienstag ein Glanzlicht in der Handball-Szene. Die Präsentation des zukünftigen Hauptsponsors „Sparinvest“ sorgte für großen Respekt bei der Konkurrenz. Und die anschließende Gala löste bei Gästen wie Mannschaft ein positives Echo aus. „Das war eine sehr interessante Veranstaltung“, befand SG-Trainer Kent-Harry Andersson. „Es war ein schöner Eindruck, das Spielfeld der Campushalle einmal mit weißen Tischen und Stühlen zu sehen.“
Einen Tag später setzten die Rhein-Neckar-Löwen ein Glanzlicht – auf dem Transfermarkt. Die beiden polnischen Weltklassespieler Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki, die erst vor zwei Wochen mit dem SC Magdeburg in der „Hölle Nord“ waren, wechselten mit sofortiger Wirkung zu den ehemaligen „Kröstis“. „So ist das insgesamt eine gute Lösung für alle Seiten“, erklärte Löwen-Geschäftsführer Thorsten Storm am Ende eines wochenlangen Pokers mit den Bördeländern.
„Die müssen nun wohl einen größeren Bus kaufen“, unkte Kent-Harry Andersson. „Schon vorher waren die Rhein-Neckar-Löwen eine sehr gute Mannschaft, jetzt ist es eine Weltauswahl.“ Allein für die Halbposition können die Süddeutschen nun fünf Alternativen aufbieten. Oleg Velyky, Sergej Harbok, Christian Caillat, Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki. Wahnsinn!
Der Paukenschlag auf dem Transfermarkt ist offensichtlich als letzter Versuch zu werten, noch einmal in den Titelkampf einzugreifen. „Der Gegner steht unter Druck, muss gewinnen“, weiß Kent-Harry Andersson, der auf eine aggressive 6:0-Abwehr und auch auf eine gute Torhüter-Leistung seines Teams hofft.
In den letzten Tagen lief es außerhalb der Gala aber nicht immer glücklich. Einige Spieler mussten bei den Übungseinheiten pausieren. Das größte Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Linkshänder Einar Holmgeirsson. „Zum Glück hat Alexander Petersson wieder trainiert“, konnte Kent-Harry Andersson zumindest einen Isländer bei den Übungseinheiten begrüßen. Dan Beutler kehrte müde von den Länderspielen aus Schweden zurück. Deshalb schnürte in den letzten Tagen auch „Torwart-Denkmal“ Jan Holpert noch einmal seine Handballschuhe.

Die SG trifft erneut auf Karol Bielecki.


Splitter
Karten-Situation. Es gibt für die Begegnung noch Stehplatzkarten in den sh:z-Ticketcentern sowie einige Sitzplatzkarten in der SG-Geschäftsstelle (Telefon 0461-1609617).


Fernsehen. Die Partie wird im Internet-Fernsehen „hbl.tv“ ab 18.50 Uhr zeitversetzt gezeigt. Ausschnitte gibt es schon ab 17.30 Uhr im Handball-Magazin „liga 1 – handball“ des NDR.


SG-BUS-Shuttle-Dienst. Vier Gelenkzüge von AUTOKRAFT, AFAG und AKTIV BUS fahren ab 13.30 Uhr vom Parkplatz „Exe“ zur Campushalle. Ein Bus fährt ab 13.30 Uhr vom Parkplatz Fördepark (Haltestelle Linie 14) zur Campushalle. Bis 45 Minuten nach Spielschluss fahren die Busse zum Parkplatz „Exe“ und zum Fördepark zurück. In Handewitt startet um 14.15 Uhr ein Gelenkbus von der Wikinghalle nach Flensburg. Dieser Bus fährt 25 Minuten nach Spielschluss zurück.


Hallen-Öffnung. Die Campushalle öffnet um 13.30 Uhr.


Schiedsrichter. Vor rund einem Vierteljahr waren Hagen Becker und Axel Hack zum letzten Mal in der Campushalle. Damals leiteten sie die Begegnung gegen die HBW Balingen-Weilstetten (41:31).


Statistik. Von bislang erst sieben Partien gegen die Rhein-Neckar-Löwen gewann die SG fünf. Das Torverhältnis lautet 109:92.

 

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Weitere Infos
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Portrait Rhein-Neckar-Löwen