Die SG Flensburg-Handewitt landete am frühen Sonntagabend ihren ersten Sieg in 2026. Sie gewann das Nordduell beim HSV Hamburg mit 38:35 (20:14). Die besten Torschützen der SG waren Simon Pytlick (9), Niclas Kirkeløkke (8) und Lasse Møller (7).
Den ersten Gänsehaut-Moment gab es bereits fünf Minuten vor dem Anwurf. Die Mannschaft lief genau aus dem Eingangstor, wo die rund 1000 Fans eine Choreographie vorbereitet hatten: blau-weiß-rot. Die ersten Führungen des Tages gingen an die Hamburger Hausherren. Das erste Tor für die SG erzielte Lasse Møller, der dieses Mal in der Startaufstellung stand. Domen Novak war mit nach Hamburg, auf dem rechten Flügel fing aber Aksel Horgen an. Der Norweger konterte zum 5:4. Die 6:0-Abwehr war sehr aufmerksam und hatte viele Ballgewinne. Kevin Møller kam gut in die Partie und hielt einen Siebenmeter. Im Gegenzug erhöhte Simon Pytlick auf 9:5. Die SG diktierte das Geschehen. „Super, Flensburg!“, sangen die Fans. Lasse Møller warf mit seinem sechsten Treffer das 20:13. Zur Pause war es deutlich. Zur Belohnung gab es beim Gang zur Kabine nochmals eine Vereinsfarben-Choreo der Fans.
Ein Tief gut überwunden
Würde es im zweiten Durchgang noch einmal spannend werden? Der erste Angriff brachte ein Wembley-Tor, das erst nach Videobeweis gegeben wurde. Simon Pytlick war der Schütze, der auch für die nächsten beiden Treffer verantwortlich war. Es hieß 23:16, beste Stimmung herrschte unter den SG Fans. Ihre Lieblinge fielen plötzlich in ein Loch. Ein 0:6-Negativlauf verschaffte dem Spiel einen ganz anderen Charakter. Wichtig, dass Johannes Golla einen Nachwurf zum 24:22 in die Maschen legte. Nun hatte die SG im Positionsangriff wieder die zuvor gewohnte Konstanz. Emil Jakobsen verwandelte einen Siebenmeter nervenstark zum 30:26. Benjamin Burić war inzwischen im Kasten und durfte einige Male sein Honigkuchenpferd-Strahlen aufsetzen. Simon Pytlick zeigte viel Entschlossenheit, schraubte sich hoch und erhöhte auf 34:29. Die letzten Minuten waren nicht mehr spannend, sondern von Siegesgesängen der SG Anhänger geprägt. Alles war vorbereitet für eine kleine, gemeinsame Party. Denn schon am Dienstag geht es weiter: Um 18.45 Uhr kommt zum Auftakt der EHF European League der THW Kiel in die GP JOULE Arena.








