Zum dritten Mal in Folge muss die SG Flensburg-Handewitt in der DAIKIN HBL auswärts antreten. Es geht gegen den HC Erlangen. Gelingt dort der zweite Sieg des Jahres? Anwurf ist am Samstag um 20 Uhr.
Die Stimmung kann besser sein. Nach dem Donnerstag-Training waren die Gedanken noch immer ein wenig beim 114. Landesderby und der Niederlage vom Dienstag. Augenfällig war, dass es nach der Pause zum dritten Mal schlechter lief als vor der Halbzeit. Offenbar ist nach der Europameisterschaft noch nicht jeder wieder im Rhythmus angekommen, den der Vereinshandball vorschreibt. „Ich will keine Panik verbreiten“, sagt Aleš Pajović. „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen, und es einfach besser machen.“ Aus seiner eigenen langen Spieler-Karriere weiß der SG Coach: „Wenn die Stimmung unten ist, muss man alles investieren, um ein gutes Spiel zu machen und wieder in die Spur zu kommen.“ Mit 14 Spielern soll es am heutigen Freitag nach Franken gehen. Vor Ort wird noch eine Übungseinheit eingeschoben. Hoffentlich mit allen Spielern, denn wegen der aktuellen Erkältungswelle reist immer ein Fragezeichen mit.
In Nürnberg gegen einen Flensburger
Der HC Erlangen erkämpfte sich in dieser Saison ein achtbares Remis gegen den SC Magdeburg, holte aus den letzten zehn Spielen aber nur 4:16 Punkte. „In der DAIKIN HBL ist jeder Gegner gefährlich“, warnt Aleš Pajović. Er feierte vor zwölf Monaten in Nürnberg sein SG Debüt. Sein neues Team musste sich damals mühen, siegte letztendlich aber mit 32:26. In dieser Saison ist der isländische Linkshänder Viggo Kristjansson der gefährlichste HCE-Torschütze. Direkt dahinter rangiert Marek Nissen. Der gebürtige Flensburger war einst deutscher A-Jugend-Meister mit der SG, ehe er über Zwischenstation TuS N-Lübbecke beim fränkischen Bundesligisten landete. 78 Tore hat der Halblinke in dieser Saison bereits geworfen.
