Für die SG Flensburg-Handewitt geht es im Drei-Tages-Rhythmus weiter. Für die nächste Aufgabe in der DAIKIN HBL muss sie nach drei Heimspielen in Folge den hohen Norden verlassen und sich bei der MT Melsungen behaupten. Anwurf in Kassel ist am Freitag um 20 Uhr.
Das Spiel gegen AHC Potaissa Turda war ein Spaßbringer, musste aber schnell abgehakt werden. Schon am gestrigen Mittwoch traf sich der SG Tross zu einer eher regenerativen Übungseinheit und einer umfangreichen Video-Analyse. Und am heutigen Donnerstag geht es bereits am Vormittag auf die Autobahn, um nach Nordhessen zu gelangen. „Das ist ein schweres Auswärtsspiel“, weiß Aleš Pajović. „Da können wir nur bestehen, wenn es uns gelingt, unsere Leistung abzurufen.“ Er selbst war noch nie mit seinem aktuellen Team in Kassel. Die letzten, dort gespielten Vergleiche liegen vor der Amtszeit des SG Trainers. In der Liste finden sich zwei Niederlagen und zwei Unentschieden – der letzte Auswärtssieg glückte im März 2022. Aleš Pajovic beschäftigt sich weniger mit der Vergangenheit als mit der aktuellen Aufstellung des Gegners. Er rechnet mit sieben Feldspielern im Melsunger Angriff, weiß aber nicht so recht, wer da auflaufen könnte. Die MT hat in dieser Saison viel Verletzungspech. Auch der ehemalige SG Spieler Aaron Mensing hat noch keine Minute gespielt.
Kader und Taktik
Bei der SG konnten am Dienstag einige Akteure geschont werden. Blaž Blagotinšek, Simon Pytlick und Domen Novak blieben komplett draußen, Emil Jakobsen wirkte nur wenige Momente mit. Ärgerlich, dass Luca Witzke wegen einer noch nicht genau definierten Blessur vorzeitig aufhören musste. Dagegen war Marko Grgić mittendrin. Er weiß, dass ihn und seine Mannschaftskollegen am Freitag ein ganz anderer Tanz erwarten wird. „Melsungen stellt eine körperbetonte Abwehr, an der wir uns aufreiben könnten, wenn wir sehr oft in den Positionsangriff müssen“, erklärt er. „Es wäre daher gut, wenn wir mit einer guten Abwehr und einem schnellen Tempo zu möglichst vielen einfachen Toren kommen.“ Am Dienstag gewann die MT Melsungen mit 28:25 in Budapest, obwohl mehrere Leistungsträger verletzungsbedingt fehlten. Es kam sogar der 41-jährige Co-Trainer Isaias Guardiola zum Einsatz.
