Acht Spieltage vor dem ersten Spiel in der DAIKIN HBL bestritt die SG Flensburg-Handewitt ihr letztes von insgesamt sieben Testspielen. Beim dänischen Meister Aalborg Handbold gewann sie mit 41:38 (22:16) und landete damit den sechsten Sieg in der Vorbereitung.
Nach einer Viertelstunde führte der Gast in der vollbesetzten Danmark Arena mit 11:7. Bis zur Pause hatte sich die eigene Trefferzahl verdoppelt. Und am Ende hatte die SG gegen Aalborg, immerhin dänischer Meister und stetiger Teilnehmer der EHF Champions League, sogar die 40er Schallmauer durchbrochen. Schöner noch als die spritzige Offensivleistung war ein Comeback: Fast exakt ein halbes Jahr nach seiner Verletzung kehrte Simon Pytlick auf das Spielfeld zurück. „Für mich persönlich war es sehr schön, wieder das zu machen, was man so sehr liebt, nämlich Handballspielen“, sagte der Däne im Anschluss. Zur Gesamtvorstellung meinte er: „Das war eine gute Leistung – und das auch in der Abwehr, obwohl wir so viele Gegentore bekommen haben.“ Für Simon Pytlick gab es in Nordjütland natürlich viel Applaus von seinen vielen Landsleuten.
30 Minuten dominant, am Ende mit Charakter
Aleš Pajović war nicht nur von der Atmosphäre in der ausverkauften Arena angetan, sondern auch von seinen Jungs, die in Aalborg neben Lukas Jørgensen auch ohne Kent Robin Tønnesen auskommen mussten. „Wir hatten nach den letzten Spielen viel über unsere 6:0-Abwehr gesprochen und sind in der ersten Hälfte wirklich dominant aufgetreten“, lobte der SG Coach. Nach der Pause wurden ein paar Varianten ausprobiert. Die SG erlebte auch eine etwas schwächere Phase und musste sogar den 33:33-Ausgleich einstecken. „In den letzten zehn Minuten zeigten wir Charakter und blieben unserem System treu“, beobachtete Aleš Pajović. Unter dem Strich beendete er den Abend mit einer optimistischen Vorfreude auf die neue Saison. Nach einem freien Wochenende beginnt am Montag die erste „normale“ Trainingswoche, die am Samstag in den ersten Spieltag münden wird. Die SG ist dann bei der HSG Wetzlar zu Gast.





