Patrick, du wohnst ja schon ein Jahr in Flensburg. Fühlt man sich da als echter Neuzugang?
Patrick Volz: An sich schon, da ich nun in eine ganz andere Mannschaft gekommen bin und noch vieles kennenlernen muss. Der Start fällt aber schon etwas einfacher, da man sich mit keinem Umzug beschäftigen musste und man nach dem Urlaub sofort zu Hause war.
Du bist ja am Bodensee aufgewachsen und hast beim HBW Balingen-Weilstetten deine ersten Bundesliga-Schritte gemacht. Bekommt man da im hohen Norden einen Kulturschock?
Patrick Volz: Dänemark ist schon etwas anders, aber ich habe die Eindrücke genossen. Es ist alles etwas entspannter und lockerer. Auch die Menschen in Flensburg habe ich als sehr offen und herzlich wahrgenommen. Im Süden glaubt man allgemein, dass die Menschen im Norden verschlossener sind. Wie am Bodensee habe ich auch hier das Wasser. Aber es gibt natürlich keine Bergen. Während des Urlaubs machte ich mit Freunden einen Tagesausflug in die Alpen. So etwas ist im Norden natürlich nicht möglich.
Wie fällt deine Bilanz für die eine Saison bei Sønderjyske HH aus? Du wurdest ja sogar als bester Linksaußen der dänischen Liga gewürdigt.
Patrick Volz: Besser geht es immer, aber ich bin zufrieden. Es war eine spannende sportliche Erfahrung, eine ganz andere Liga kennenzulernen. Nun freue ich mich aber, in die DAIKIN HBL zurückzukehren.
Dein Positionskollege Emil Jakobsen ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste Linksaußen auf der Welt. Wie siehst du deine neue Rolle?
Patrick Volz: Das werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Emil hat natürlich eine überragende Saison gespielt. Ich freue mich, mit einigen der besten Spieler der Welt zu trainieren und zu spielen. Ich werde mich weiterentwickeln – und dann schauen wir, was passiert.
Du kennst die „Hölle Nord“ als Gegner und als Zuschauer. Freust du dich schon auf das erste Heimspiel am 4. September?
Patrick Volz: Darauf freue ich mich schon seit anderthalb Jahren. Wenn ich in der letzten Saison eines der Heimspiele besucht habe, war es für mich immer eine zusätzliche Motivation. Das Landesderby war das Highlight. Jedes Spiel war ein anderes Erlebnis. Mal stand ich hinter der Nordtribüne. Sonst hatte ich meinen Platz immer in verschiedenen Ecken, da sich ein Besuch immer eher spontan ergeben hat. Nun freue ich mich, diese Atmosphäre auf dem Spielfeld zu erleben.
