In die Tabellen und Ergebnislisten geht das Geschehen auf dem Spielfeld ein. Es gibt aber auch viele Rahmenbedingungen, die in der Geschäftsstelle der SG Flensburg-Handewitt gebündelt werden. Ein Gespräch mit SG Geschäftsführer Holger Glandorf.
Holger, neulich konnte man ein Video sehen, in dem du in der Duburghalle im SG Outfit Handball gespielt hast. Spielst du noch aktiv in irgendeiner Form Handball?
Holger Glandorf: Das waren etwas ältere Aufnahmen vom Dezember. Da sollte ich für ein All-Star-Team spielen und wollte mal schauen, ob es geht. Ich war dann einmal zum Training der A-Jugend, wo auch mein Sohn spielt. Das war eine einmalige Sache. Ich spiele kein Handball mehr. Das würde wegen meiner Schulter auch nicht funktionieren.
Aber mit Handball hast du sicherlich jeden Tag zu tun. Wie viel Freizeit hat ein Geschäftsführer der SG?
Holger Glandorf: Nicht viel, sagt meine Frau immer. Da meine beiden Söhne spielen, ist der Handball auch in der Freizeit allgegenwärtig. Und man trifft immer jemanden, mit dem man über Handball spricht. Ich achte aber darauf, ein paar Auszeiten zu bekommen.
Wie oft bist du bei der Mannschaft zum Training? Was sind da deine Aufgaben?
Holger Glandorf: In einigen Wochen bin ich täglich beim Training, dann gibt es Wochen, in denen ich es nur einmal schaffe. Die Zeit von 10 bis 13 Uhr kollidiert häufiger mit anderen Terminen. Mir ist es aber immer wichtig, ein Stimmungsbild einzuholen. Man spricht mit den Spielern, manchmal ergeben sich Fragen, und es muss spontan etwas geregelt werden – sei es ein Kindergeld-Antrag, der gestellt werden muss. Auch für solche Dinge sind wir zuständig.
Wie verfolgst du Heim- und Auswärtsspiele?
Holger Glandorf: Bei den Heimspielen bin ich immer da. Auswärts ist es vom Ort und von meinem Terminkalender abhängig. Ich war in Hannover und in Aarhus, in Mannheim hingegen nicht. Da saß ich dann vor dem TV-Gerät und habe das Spiel von zu Hause aus verfolgt. Ljubomir Vranjes war als Sportlicher Leiter dabei. Mindestens einer von der offiziellen Seite ist immer mit zu den Auswärtsspielen.
Hast du in der GP Joule Arena einen Sitzplatz, von dem du die Spiele verfolgst?
Holger Glandorf: Nein, ich stehe in einer Lücke am Spielfeldrand und bekomme dort die 60 Minuten mit – sofern nichts ganz Wichtiges kurzfristig zu regeln ist. Vor und nach den Heimspielen ist es normal, dass es Gespräche mit Partnern und Sponsoren gibt.
Bist du mehr in der Geschäftsstelle präsent oder unterwegs zu etlichen Terminen?
Holger Glandorf: Pauschal ist das nicht zu beantworten. Manchmal bin ich den ganzen Tag auf der Geschäftsstelle, dann mal nur unterwegs. Es kommt vor, dass ich noch um 22 Uhr im Büro sitze, an anderen Tagen kann ich schon um 18 Uhr Feierabend machen. Auch an Spieltagen kann es passieren, dass ich danach noch mal ins Büro fahre. Ich versuche, so oft wie möglich anwesend zu sein, um für die Kolleginnen und Kollegen da zu sein, um mit ihnen Dinge besprechen zu können.
Du hast zehn Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle. Ist im Büro der Teamgeist genauso wichtig wie auf dem Spielfeld?
Holger Glandorf: Teamgeist, Leidenschaft und auch Spaß sind wichtig, um die anfallenden Aufgaben in unserer Team-Stärke zu erledigen, da sie oft auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten liegen. Ein aktuelles Beispiel ist das nächste Heimspiel in der EHF European League. Noch am Dienstagabend ist eine Veranstaltung in der GP JOULE Arena. Wir fangen dann schon in der Nacht an und machen am Mittwochvormittag weiter, um alles für unser Spiel herzurichten. Wir haben zum Glück auch viel Erfahrung im Team. Mit Jan von der Wehl ist gerade ein bewährter Mitarbeiter zu uns zurückgekehrt.


