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#Nationalteams
- Das Ergebnis des Tages: 31:28

Das Traumfinale

Die deutsch-dänische Grenzregion hat ihr Traumfinale. Am Sonntag ab 18 Uhr stehen sich in Herning Dänemark und Deutschland gegenüber. Voraussichtlich sieben Spieler der SG Flensburg-Handewitt werden dabei sein.

Die DHB-Auswahl war zuerst an der Reihe. Johannes Golla stand wie gewohnt in der Startaufstellung und setzte sich beim 3:3 erstmals am Kreis durch. Zunächst machte die offensive Abwehr der Kroaten ein paar Probleme. Gegen Ende der ersten Hälfte lief es zunehmend besser. In dieser Phase mischte auch Marko Grgić mit, hatte bei seinen beiden Würfen allerdings kein Glück. Mit einer 17:15-Führung schritten die deutschen Spieler zum Pausentee. Mit Wiederbeginn folgte die beste Phase der deutschen Mannschaft. Johannes Golla markierte binnen Kürze drei Tore – und Deutschland lag mit 25:18 davon. „In der Abwehr haben wir mehrere Bälle gewonnen und vorne nahezu alles getroffen“, freute sich der Kreisläufer. Gegen Ende wurde die Partie etwas knapper, der Finaleinzug geriet aber nicht mehr in Gefahr. Nach dem 31:28 jubelte Johannes Golla: „Ich bin stolz ein Teil dieser Mannschaft zu sein.“ Für den Kapitän ist es das zweite Endspiel im Nationaltrikot – nach Olympia 2024.

Dasselbe Ergebnis im zweiten Spiel
Während die deutschen Spieler noch feierten, fieberten die meisten der 15.000 Zuschauer bereits dem nächsten Highlight entgegen: Dänemark gegen Island. Emil Jakobsen machte die ersten beiden Tore für den Favoriten: per Siebenmeter und vom Flügel. Die Anfangsphase ging allerdings an die Handballer aus dem Nordatlantik. Es hieß 3:6. Dann kamen die Dänen allmählich auf. Simon Pytlick düstes durch zum 8:8. Die Halbzeit-Analyse gab es beim Zwischenstand von 14:13. Es war ein heißer Tanz. Kevin Møller trat für einen Siebenmeter zwischen die Pfosten und verhinderte beim 19:19 einen Rückstand. Nun wurden die Dänen dominant. Simon Pytlick agierte mit viel Dynamik und erhöhte auf 26:23. Die Jyske Bank Boxen war ein Party-Tempel. Der Endstand von 31:28 war nur noch etwas für Chronisten. „Wir sind im Angriff von Spiel zu Spiel besser geworden“, meinte Lasse Møller. „Ich freue mich riesig auf das Finale. Es wird ein Spiel, in dem ich Johannes Golla nicht den Sieg gönne.“ Für den Halblinken wie auch für Niclas Kirkeløkke, der 2019 verletzt war, ist es das erste Endspiel in der Jyske Bank Boxen. „Wir haben ein Heimspiel“, sagte der Linkshänder. „Es wird physisch noch einmal sehr hart, wir müssen 60 Minuten alles geben.“

Erstellt von ki