Nun startet die EHF European League in ihre Gruppenphase, die sich wie gewohnt über sechs Spieltage erstreckt. Die SG Flensburg-Handewitt spielt zum Auftakt gegen Fraikin BM Granollers. Anwurf ist am Mittwoch um 18.45 Uhr in der GGW Arena.
Diese Konstanz ist bemerkenswert. Als der Vorgänger der heutigen Liga Asobal 1965 gegründet wurde, war BM Granollers schon dabei. Der Klub war seither nie abgestiegen und ist nun in sein 62. Jahr der spanischen Erstklassigkeit gestartet. Zunächst war er sogar erfolgreicher als der ruhmreiche Nachbar FC Barcelona und heimste zwischen 1959 und 1974 stolze zehn Meisterschaften ein. Die Weiß-Blauen waren 1976 die ersten Gewinner des damals eingeführten Europacups der Pokalsieger. 1995 und 1996 wanderte zwei Mal der EHF-Cup nach Katalonien, die ganz große, titelträchtige Epoche war da aber schon beendet. Es gab aber immer wieder Impulse, die dafür sorgten, das BM Granollers in den oberen Regionen der Liga Asobal verharrte. So wurde für die Olympischen Spiele 1992 das „Palau d’Esports de Granollers“ gebaut. Es bietet Platz für 5700 Zuschauer. 2004 stieg Fraikin, ein führender Nutzfahrzeugvermieter, als Namenspatron ein.
Der Kader von Fraikin BM Granollers
Die sportliche Konstanz ist der Trainer: Antonio Rama spielte schon als Kind für Granollers und begann früh als Übungsleiter. 2018 übernahm er die Chefrolle. Vor der letzten Saison nahm Fraikin BM Granollers einen größeren Umbruch vor und landete in der Liga Asobal auf Platz drei – hauchdünn hinter La Rioja. In der EHF European League blieb der spanische Vertreter in der Hauptrunde ohne Sieg. In diesem Sommer wurden lediglich drei Nachwuchsleute in den Kader aufgenommen. Der Klub setzt viel auf Talente. Im mittleren und linken Rückraum tummelt sich mit Ferran Castillo, Gerard Domingo, Juan Palomino und Jan Duran ein ganzer Pulk junger, vielversprechender Handballer. Allein Spielmacher Bruno Reguart, der kurzzeitig für den TVB Stuttgart spielte, ist etwas erfahrener. Die Akteure der rechten Angriffsseite haben ausgezeichnete Handball-Gene. Der Vater von Marcos Fis wurde einst deutscher Meister mit dem THW Kiel. Die Eltern von Pablo Urdangarin sind die spanische Infantin Cristina von Spanien und der ehemalige spanische Handball-Profi Iñaki Urdangarin. Der Routinier des Teams ist Adrià Figueras. „Wir stehen unter Druck, die Ergebnisse der letzten Saison zu verbessern“, sagt der 38-jährige Kapitän und Kreisläufer.

