Emil Jakobsen, Spieler der SG, auf dem Feld
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- Eine internationale Aufgabe in der Nachbarschaft

SG muss zu SAH

Die letzten beiden Male konnte die SG Flensburg-Handewitt in Hamburg den Titel der EHF European League erringen. Jetzt muss sie erst einmal über die Playoffs die Qualifikation für das Viertelfinale schaffen. Gegner ist der dänische Vertreter SAH. Das Hinspiel findet am Dienstag um 18.45 Uhr in Aarhus statt.

Eine starke Gruppe und nur zwei von möglichen acht Punkten in der Hauptrunde verdichteten den Spielplan für die kommenden zwei Wochen. „Wir haben es selbstverschuldet, dass wir nun zwei Mal mehr spielen müssen“, meint Marko Grgić. „Das sind mehr Reisen und mehr Aufwand.“ Zum Glück hält sich die Logistik in einem vergleichsweise bescheidenen Rahmen. Denn die Playoffs der EHF European League fühlen sich an wie eine Doppelrunde in der dänischen Liga, die bekanntlich keine Auswärtstouren mit Übernachtungen kennt. Der dänische Vertreter SAH spielt in der Djurslands Bank Arena von Aarhus. Das sind nur 185 Kilometer von Flensburg – eine Entfernung, die einen Tagestrip über die eher beschauliche jütländische Autobahn zulässt. Sportlich dürfte es knackig werden. „Dänische Mannschaften sind gegen uns immer besonders motiviert“, weiß SG Kapitän Johannes Golla. „Es tut etwas weh, dass wir keine volle Kapelle haben, um 100 Prozent zu geben und viel rotieren zu können. Aber wir wollen nicht klagen, solche Probleme haben derzeit viele Teams.“

Dänische Duelle
Die SG hat aktuell sechs Dänen im Kader. Allerdings steht hinter dem Einsatz eines Trios die Notiz „ausgeschlossen“ oder „fraglich“. Lukas Jørgensen befindet sich bis Saisonende nur in der Zuschauerrolle, am Freitag gegen Minden mussten auch Simon Pytlick (Bauchmuskel) und Niclas Kirkeløkke (Krankheit) passen. Eine Halbzeit lang wirbelte Emil Jakobsen auf dem linken Flügel. Er darf sich auf ein besonderes Duell freuen: Er trifft direkt auf Johan Hansen, der die letzten drei Jahre für die SG gespielt hatte. „Wir Außen stehen doch nur in der Ecke herum und warten auf den Ball“, lächelt Emil Jakobsen, der gut mit Johan Hansen befreundet ist. Dann ergänzt er: „Das wird etwas komisch, aber auch ein besonderer Spaß.“ SAH ist als aufstrebendes Team zu sehen. In der letzten Saison war es Fünfter in der dänischen Liga, aktuell ist nur Meister Aalborg unerreichbar. „Das ist eine sehr gefährliche Mannschaft“, weiß Marko Grgić. „Wenn wir wieder nur mit drei Rückraumspielern antreten können, wird es schwierig.“ Es geht um eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel am nächsten Dienstag. Anwurf ist erneut um 18.45 Uhr, dann aber in der GP JOULE Arena.

Splitter

Fernsehen. DYN und DAZN übertragen das Spiel „live“.
Live-Ticker. Zum Live-Ticker der EHF European League geht es hier
Schiedsrichter. Peter Horváth und Balázs Marton (Ungarn).
EHF-Delegierter. Christian Kaschütz (Österreich).

Erstellt von ki