Spieler der SG wirft den Ball
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#Hölle Nord
- Die zwei Punkte gerieten nie in Gefahr

SG meldet sich mit Sieg zurück

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich mit einem Sieg aus der fast zweiwöchigen Spielpause zurückgemeldet. Am Freitagabend schlug sie GWD Minden mit 35:31 (22:16) und schob sich zumindest für eine Nacht wieder auf den zweiten Platz der DAIKIN HBL. Die besten Torschützen der SG waren Johannes Golla (9), Marko Grgić (7) und Emil Jakobsen (7/2).

„Steht auf, wenn ihr Flensburg seid“, skandierten die Fans, als sich beide Teams am Mittelkreis trafen. Die SG hatte Anwurf. Die erste Führung des Tages ging an die Gäste aus Minden. Die „Hölle Nord“ bejubelte aber schon nach knapp fünf Minuten den ersten Vorsprung der SG, als Marko Grgić einmal mehr aus der zweiten Reihe abgezogen hatte. Kent Robin Tønnesen erhöhte auf 5:3. Der Norweger stand in der Startaufstellung. Niclas Kirkeløkke fehlte krankheitsbedingt, auch Simon Pytlick saß nicht auf der Bank. Benjamin Burić hatte schnell seine Betriebstemperatur gefunden. Das Polster wuchs. Mit einem Hattrick besorgte Emil Jakobsen das 12:6. Das Tempo stimmte. Fehler schlichen sich aber ein, sodass die Mindener immer wieder verkürzen konnten. Die SG musste sogar eine doppelte Unterzahl überstehen, was relativ gut gelang. Trotzdem kam der Gast auf 15:18 heran. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte aber wieder den Hausherren. Mit Applaus ging es in die Kabine.

Spiel mit JoJo-Charakter
Der zweite Durchgang begann beim Stand von 22:16. Die Partie ging im flotten Rhythmus weiter. Minden muckte auf, die SG legte nach. Johannes Golla traf mit einem sensationellen Rückhandwurf zum 27:20. Das war wirklich völlig schwerelos! Lasse Møller warf das nächste Tor und feuerte einige Emotionen gen Nordtribüne ab. Der Abwehr fehlte es allerdings an der absoluten Stabilität. Beim 29:24 nahm die Bank ein Team-Timeout. Offenbar wurden die richtigen Worte gefunden. Marko Grgić, Johannes Golla und Patrick Volz zauberten einen 3:0-Lauf auf die Platte. Nun löste der Gast den Buzzer aus. Das Spiel hatte durchaus einen JoJo-Charakter. Die SG führte mit bis zu neun Toren, dann sackte die Chancenverwertung wieder ab, und Minden holte wieder auf. Kurios: In der letzten Viertelstunde waren lediglich Thilo Knutzen zwei Tore vergönnt. Der Sieg der SG geriet dennoch nie in Gefahr. In den letzten Sekunden feierte sogar noch Youngster Klaas Simon sein Profi-Debüt.

SG Flensburg-Handewitt – GWD Minden 35:31 (22:16)
SG Flensburg-Handewitt: Burić (7 Paraden), K. Møller (3 Paraden) – Golla (9), Grgić (7), Faljić, Tønnesen (3), Horgen (1), Volz (2), Jakobsen (7/2), Blagotinšek, Novak (1), L. Møller (2), Knutzen (3), Simon
GWD Minden: Semisch (1/1 Parade), Ivanisevic (12 Paraden, ab 4.) – Astrup Pedersen (3), Antanavicius (3), Hempel Jensen (4), Korte (8/1), Weber (3), Sajanev, Vorlicek (4), Heitkamp (2), Staar (2), Bergner (1), Donker, Weck (1)
Schiedsrichter: Kauth/Kolb (München/Gröbenzell); Zeitstrafen: 6:2 Minuten (Tønnesen 2, Blagotinšek 2, Faljić 2 – Astrup Pedersen 2); Siebenmeter: 3/2:1/1 (Jakobsen scheitert an Semisch); Zuschauer: 6300 (ausverkauft)
Spielverlauf: 0:1 (3.), 1:2 (4.), 3:2 (5.), 4:3 (7.), 6:4 (9.), 9:4 (12.), 10:6 (14.), 12:6 (15.), 12:9 (16.), 14:9 (18.), 15:11 (20.), 17:11 (21.), 17:14 (24.), 18:15 (25.), 21:15 (27.) – 23:17 (31.), 23:19 (33.), 25:19 (34.), 27:20 (36.), 29:22 (39.), 29:24 (41.), 33:24 (45.), 33:27 (51.), 34:30 (57.)

Erstellt von ki