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#Moin Moin, Europe
- SG unterlag in Montpellier knapp

Platz zwei ist fix

Die Würfel sind in der EHF European League gefallen. SG Flensburg-Handewitt wird in ihrer Hauptrunden-Staffel den zweiten Platz belegen. Am Dienstagabend verlor sie bei Montpellier HB mit 32:35 (19:21). Die besten Torschützen der SG waren Marko Grgić (9/4), Lasse Møller (7) und Johannes Golla (6).

Bei Anpfiff wusste die SG bereits vom 27:20-Erfolg des THW Kiel gegen Irun. Nur ein Sieg würde die Chance am direkten Viertelfinaleinzug warmhalten. Der Kader hatte ein etwas anderes Gesicht. Kevin Møller, Emil Jakobsen und auch Kent Robin Tønnesen waren nicht mit nach Südfrankreich gereist, dafür insgesamt vier Youngsters. Vor einer beachtlichen Dienstagabend-Kulisse fingen beide Teams mit einer hohen Effizienz an. Niclas Kirkeløkke erzielte mit dem 4:4 bereits sein zweites Tor. Mit ihm starteten Lasse Møller und Marko Grgić im Rückraum. Einen Abpraller fischte sich Johannes Golla und drückte den Ball zur 7:5-Führung in die Maschen. Die SG hatte nun permanent einen kleinen Vorsprung und bejubelte sehenswerte Treffer: Lasse Møller zelebrierte einen Dreher, Patrick Volz einen Heber. Wirklich abschütteln ließ sich Montpellier nicht. Beim 16:16 nahm Aleš Pajović sein erstes Team-Timeout. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte allerdings nicht der SG. Die letzten Sekunden wechselte der Ballbesitz mehrfach – und dann zappelte der Ball zum 21:19 für Montpellier im Netz.

SG konnte im zweiten Durchgang nicht mehr zusetzen
Die SG hatte den besseren Start in den zweiten Durchgang. Marko Grgić verwandelte einen Siebenmeter zum 22:22. Das Tempo blieb zunächst hoch. Blitzschnell hatte Montpellier wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung. Die Gastgeber profitierten nun von der besseren Torhüter-Leistung und zogen auf 31:26 davon. Gefühlt gewann die auf Trompetenklängen basierende Atmosphäre immer mehr an Lautstärke. Es lief ja auch nach dem Geschmack der allermeisten Zuschauer. Bei der SG war der Kader rein zahlenmäßig sehr limitiert, da auch Simon Pytlick wegen einer Belastungssteuerung nicht zum Einsatz kommen sollte. So hatte Thilo Knutzen seine Einsatzzeiten. Zeitweise operierte die SG auch mit nur zwei Rückraumspielern und dafür zwei Kreisläufern. Für den Tagessieg reichte es nicht, aber zumindest konnten die Gäste den direkten Vergleich gegen Montpellier für sich entscheiden und damit den zweiten Platz zementieren.

Montpellier HB – SG Flensburg-Handewitt    35:32 (21:19)
Montpellier HB: Bolzinger (6 Paraden, bis 30., bei einem 7m), Desbonnet (8 Paraden) – Simonet (2), Villeminot, Srna (5), Moraes (1), Thurin (6/3), Casado (6), Lenne (2), Richert (3), Porte (3), Balaguer (1), Plantin (2), Prat (4)
SG Flensburg-Handewitt: Burić (10 Paraden) – Golla (6), Kirkeløkke (5), Grgić (9/4), Faljić, Horgen, Volz (2), Blagotinšek, Novak (2), L. Møller (7), Knutzen, Rithaphorn (1)
Schiedsrichter: Cindric/Gonzurek (Kroatien); Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Srna 4 – Golla 2, Volz 2, Blagotinšek 2, L. Møller 2); Siebenmeter: 3/3:4/4; Zuschauer: 7000
Spielverlauf: 2:1 (2.), 3:3 (4.), 5:4 (6.), 5:7 (9.), 7:8 (11.), 8:10 (12.), 10:11 (16.), 12:12 (18.), 13:13 (19.), 13:15 (23.), 14:16 (24.), 16:17 (26.), 18:17 (27.), 19:19 (29.) – 22:20 (31.), 22:22 (33.), 24:22 (35.), 25:24 (38.), 27:25 (41.), 29:26 (45.), 31:26 (47.), 32:28 (51.), 34:29 (54.), 35:30 (58.)

Erstellt von ki