Seit 2023 schauen die Fans der SG Flensburg-Handewitt auch darauf, was die slowenischen Handballer machen. Mit Domen Novak wird dieses Mal voraussichtlich nur ein SG Spieler dabei sein, wenn die Slowenen in Oslo starten und in die Hauptrunde von Malmö wollen. Der Traum sind die Medaillenspiele von Herning.
Blaž Blagotinšek wird am 17. Januar 32 Jahre alt. Seit Jahren konnte er seinen Ehrentag nicht mehr im Kreis seiner Familie feiern, weil er stets mit der slowenischen Nationalmannschaft zu einem Großturnier war. Jetzt wird der große Kreisläufer an seinem Ehrentag höchstwahrscheinlich etwas mit seinen Liebsten unternehmen können. Denn er verzichtete auf eine Nominierung für das slowenische Team. Da Blaž Blagotinšek allerdings für den 35 Spieler großen Brutto-Kader berücksichtigt wurde und er signalisiert hat, im Notfall doch noch einzuspringen, ist ein gänzlich spielfreier Januar nicht garantiert. Domen Novak hat definitiv eine andere Ausgangslage. Er ist bereits am Neujahrstag in Zreče eingetroffen. „Ich fliege immer gerne zur Nationalmannschaft“, sagt der SG Rechtsaußen. „Es ist eine gute Truppe mit guten Freunden.“ Sein erstes Großturnier bestritt der 27-Jährige mit der Weltmeisterschaft 2023. Bei der Europameisterschaft 2024 wurde er Sechster, bei den folgenden Olympischen Spielen sogar Vierter.
Vorrunde in Oslo
Ihr erstes Testspiel bestritten die Slowenen im heimischen Trebnje gegen Kuwait und gewannen 36:23. Für dieses Wochenende steht ein Vier-Nationen-Turnier in Paris auf dem Programm. Am Mittwoch reist der slowenische Tross nach Oslo. Die Vorrunde bringt Spiele gegen Montenegro (16. Januar), die Schweiz (18. Januar) und Färöer (20. Januar). „Wir sind mit der Auslosung zufrieden, wir wollen die Hauptrunde in Malmö erreichen“, sagt Domen Novak. Als Erster oder Zweiter würde die EHF EURO für die Slowenen in Südschweden fortgesetzt werden. Die vier Hauptrunden-Partien würden sich bis zum 28. Januar hinziehen. Gerne würden die Slowenen nochmals das Hotel wechseln. Der Traum ist das Halbfinale von Herning. Was den Optimismus nährt: Die Balkan-Handballer haben die vermeintlich leichtere Turnierhälfte erwischt.
