Kent, du bist seit 13 Jahren für einen Verein im Ausland aktiv. Wo war es am schönsten?
Kent Robin Tønnesen: Jede Station hatte auf ihre Art etwas Besonderes. Wetzlar war mein erster Verein im Ausland, bei den Füchsen Berlin waren die Ziele dann schon größere. Sechs Jahre Ungarn waren eine tolle Herausforderung. Zuletzt waren es zwei hochinteressante Jahre in Paris. Nun freue ich mich auf Flensburg. Als kleiner Junge habe ich schon Spiele der Bundesliga gesehen und habe die SG mit Interesse verfolgt. Ich bin sehr gespannt, die Atmosphäre in der Halle nun auf der richtigen Seite zu erleben.
Wie oft hast du schon in der „Hölle Nord“ gegen die SG gespielt? Und an welche Begegnung erinnerst du dich am liebsten?
Kent Robin Tønnesen: Das kann ich gar nicht so genau sagen, da kommt schon eine gewisse Zahl zusammen. Mit den Füchsen erinnere ich mich an ein packendes Spiel, das mit einem Unentschieden endete. Mit Veszprém habe ich sogar mal mit vier oder fünf Toren in Flensburg gewonnen. Das war 2019 im Viertelfinale der EHF Champions League. Mit Pick Szeged hat es zwei Jahre später nicht ganz gereicht.
Du bist gar nicht in Norwegen geboren, sondern in Schweden. Wie ist es dazu gekommen?
Kent Robin Tønnesen: Mein Vater ist Schwede und meine Mutter Norwegerin. Ich bin zwar in Partille bei Göteborg geboren, aber wir sind schnell nach Norwegen gezogen. Ich bin in Lilleström aufgewachsen, einer Stadt in der Nähe von Oslo.
Dein neuer Positionskollege Niclas Kirkeløkke war fast vier Monate mehr oder weniger der Alleinunterhalter im rechten Rückraum. Hast du eine solche Situation auch schon mal in deiner langen Karriere erlebt?
Kent Robin Tønnesen: Ja, in meiner ersten Saison in Paris. Der ungarische Spieler Dominik Mathe verletzte sich nach drei Monaten, sodass ich den Rest der Saison allein weitermachen musste. Für Kopf und Körper war es wirklich hart. Daher ist es sehr beeindruckend, wie es Niclas in der letzten Saison gelöst hat.
Du hast 148 Länderspiele für Norwegen bestritten. Werden noch welche dazukommen?
Kent Robin Tønnesen: Mal schauen, ich hoffe es. Ich liebe es, für mein Land zu spielen. Körperlich fühle ich mich fit genug. Ich versuche meine Leistungen zu bringen und mich zu empfehlen. Was sehr interessant wäre, denn die Vorrunde der kommenden Europameisterschaft findet in Norwegen statt.
