Die SG Flensburg-Handewitt hat das 116. Landesderby mit 33:37 (17:23) verloren. Die zwei Punkte für den THW Kiel waren zu keiner Phase der Partie gefährdet, obwohl Lasse Møller einen ganz starken Auftritt hatte. Er traf 14 Mal.
Vor dem Spiel hatte Aleš Pajović zu seinen Torhütern gesagt: „25 Paraden wären perfekt.“ Benjamin Burić brachte auch gleich zwei Mal seine Hände an den Ball. Die Kieler Hausherren hatten dennoch den besseren Start. Schnell hieß es 4:1. In den ersten acht Minuten traf nur Domen Novak für die SG – das aber zumindest zwei Mal. Während der THW fast den kompletten Kader zur Verfügung hatte, musste die SG noch einen kurzfristigen Ausfall verkraften: Marko Grgić konnte nicht mitwirken. Lasse Møller, Simon Pytlick und Niclas Kirkeløkke sollten aus dem Rückraum heraus den Positionsangriff ankurbeln. Emil Jakobsen schloss eine zweite Welle zum 7:9 ab. Auf der anderen Seite hatte die 6:0-Abwehr einen schweren Stand gegen offensivstarke Kieler, die auf 14:8 davonrauschten. Da waren erst 17 Minuten gespielt. Kevin Møller kam nun in den Kasten, Kent Robin Tønnesen war der erste neue Feldspieler. Zwischenzeitlich konnte die SG die Torflut etwas bremsen, eine Trendumkehr war aber nicht möglich. Kurz vor der Pause stand es 23:16. Lasse Møller betrieb etwas Ergebniskosmetik – bereits sein achter Treffer.
SG war früh geschlagen
Der eigene Angriff war im ersten Durchgang nicht das Problem. Was Lasse Møller fabrizierte, hatte sogar einen überragenden Charakter: Mit seinem zehnten Erfolgserlebnis brachte er sein Team auf 20:24 heran. Dann streuten sich allerdings vorne ein paar Fehlwürfe und technische Mängel ein. Das nutzt ein Gegner mit einer solchen Effizienz gnadenlos aus. Zu allem Überfluss musste Lasse Møller an der Schulter behandelt werden. Als er zurückkehrte, machte der Däne sofort ein Tor. Zuvor hatte die SG allerdings einen bitteren 0:7-Negativlauf kassiert. Das Spiel war verloren. Es ging nur noch darum, mit einem halbwegs ordentlichen Ergebnis die 60 Minuten zu beenden. Immerhin gelang ein zwischenzeitlicher 4:0-Lauf. Die SG verkürzte den Rückstand, kam selbst auf über 30 Tore und konnte den THW unter 40 halten – mehr war in diesem Derby allerdings nicht drin. Bemerkenswert übrigens eine Statistik: Erst nach 51 Minuten gab es in diesem fairen Derby die erste Zeitstrafe. Die SG ging sogar ohne Hinausstellung durch. Nun gehört die Bühne erst einmal den Nationalteams. Die SG ist erst am 27. März wieder gefordert.







