Spieler laufen auf dem Feld
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#Auswärtsspiel
- Kein berauschender Abschluss in der Hauptrunde

Niederlage im 115. Landesderby

Die SG Flensburg-Handewitt hat die Derbywoche mit einer Niederlage eröffnet. Sie verlor die 115. Auflage des Nord-Klassikers mit 29:36 (15:18) gegen den THW Kiel. Am Samstag um 20 Uhr folgt das 116. Landesderby – an derselben Stelle.

Eine Entscheidung war schon bei Anpfiff gefallen. In der Parallelgruppe hatte sich der Gegner für die Playoff-Runde herauskristallisiert: Am 31. März geht es in die dänische Nachbarschaft – zu SAH Aarhus. Die SG begann mit einer Aufstellung, die man durchaus als derzeitige Bestformation bezeichnen kann. Dennoch dauerte es viereinhalb Minuten, bis es Domen Novak war, der für die Gäste den Torreigen eröffnete. Der THW legte zumeist vor, die SG zog ebenso schnell nach. Eine besonders gute Phase zur Mitte der ersten Hälfte: Hinten halfen Paraden von Benjamin Burić, vorne glich Marko Grgić mit einem Doppelschlag aus. Dann warf Simon Pytlick, der mit dem Derby seinen 100. Einsatz für die SG bestritt, das 9:8 – die erste Führung. Die war allerdings nur ein Momentum. Die Hausherren zogen auf 15:11 davon. Die SG war um Ergebniskosmetik bemüht, streute aber Sekunden vor Schluss einen ärgerlichen Ballverlust ein. Immerhin konnte Marko Grgić mit einem sehenswerten Treffer noch auf 15:18 verkürzen. 

Nach der Pause schnell distanziert
Der Wiederbeginn war nichts für die SG, die gegen den THW kaum Gegenmittel fand. Schnell hieß es 24:18. Kurzzeitig sah es so aus, dass es besser laufen würde, doch dann häuften sich wieder die Fehler. Beim 21:28 nahm Aleš Pajović ein Team-Timeout. Nun wurde mit sieben Feldspielern operiert, der Rückstand blieb aber groß. Catalin Haidu durfte nun das Tor hüten, auch Adin Faljić feierte seine Derby-Premiere. Die Kieler produzierten nun auch einige Fehler. Patrick Volz konterte zum 26:32. Die beiden Flügel waren bei der SG schon zur Pause „erneuert“ worden. Dann folgten sechs torlose Minuten. Eine Durststrecke, die Thilo Knutzen mit seinem ersten Derby-Tor beendete. Mehr war an diesem Abend nicht drin. Am Samstag wird es hoffentlich besser. Die Spieler bedankten sich nach dem Abpfiff beim mitgereisten Anhang für die Unterstützung.

THW Kiel – SG Flensburg-Handewitt  36:29 (18:15)
THW Kiel: Perez de Vargas (9 Paraden) – Duvnjak (5), Reinkind (4), Landin, Överby, Laube, Johansson (5), Ankermann (2), Dahmke, Zerbe, Abdelhak, Bilyk (4), Pekeler (3), Imre (7/5), Nacinovic (6)
SG Flensburg-Handewitt: Burić (7 Paraden), Haidu (2 Paraden, ab 44., bei einem 7m) – Pytlick (3), Golla (3), Kirkeløkke (1), Grgić (5), Faljić, Tønnesen (2), Horgen (2), Volz (2), Jakobsen (5/3), Blagotinšek, Novak (3), L. Møller (1), Knutzen (2)
Schiedsrichter: Leszczynski/Piechota (Polen); Zeitstrafen: 2:4 Minuten (Johansson 2 – Tønnesen 2, L. Møller 2); Siebenmeter: 7/5:4/3 (Imre an Pfosten, Ankermann vorbei – Jakobsen an Pfosten); Zuschauer: 8220
Spielverlauf :2:0 (3.), 3:2 (7.), 4:4 (9.), 5:5 (12.), 7:5 (13.), 8:6 (14.), 8:9 (17.), 11:9 (20.), 12:11 (24.), 15:11 (26.), 15:13 (28.), 16:14 (29.), 18:14 (30.) – 20:15 (32.), 21:17 (34.), 22:18 (35.), 24:18 (36.), 24:20 (38.), 26:20 (39.), 28:21 (41.), 30:22 (45.), 32:23 (46.), 32:26 (49.), 35:26 (55.), 35:28 (59.)

Erstellt von ki