Die SG Flensburg-Handewitt ist mit einer Niederlage in die Hauptrunde der EHF European League gestartet. Nach dem 30:32 (15:13) gegen den THW Kiel hat sie nun 4:2 Punkte auf dem Konto. Der beste Torschütze der SG war Emil Jakobsen (10/6).
Das erste Heimspiel des Jahres 2026 war gleich ein Derby. Als nach der gewohnt prickelnden Einlauf-Zeremonie das Licht anging, stand die Mannschaft des THW Kiel auf der anderen Seite. Der Support war sofort da: „Oh, die SGW!“ Auf dem Spielfeld bot sich die ersten 20 Minuten viel Rasanz, aber keine Perfektion. Johannes Golla erzielte mit einem Doppelschlag das 8:6. „Völlig losgelöst“, schallte es durch das Rund. Das Hochgefühl verebbte aber wieder, als der THW ausglich. Dann stachelte die SG mit einem 3:0-Lauf die Atmosphäre wieder an. Kevin Møller hatte nun Vorteile im Torhüter-Duell. Patrick Volz, während einer Zeitstrafe von Emil Jakobsen gekommen, erhöhte gar auf 14:10. Die „Hölle Nord“ tobte. Allerdings halbierte sich der Vorsprung bis zur Halbzeit.
SG bekam das Spiel nicht mehr in Griff
Nach dem Seitenwechsel war das kleine Polster schnell aufgebraucht. Plötzlich hieß es 17:18. Simon Pytlick tänzelte zwar zwei Mal durch die gegnerische Deckung, die eigene war in dieser Phase allerdings nicht stabil genug. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, übten die Ränge den emotionalen Schulterschluss. Zunächst half dieser nicht. Beim 20:23 nahm die SG Bank ein Team-Timeout. Benjamin Burić hütete nun den Kasten. Die Hausherren agierten mit drei Rechtshändern im Rückraum, dann mit sieben Feldspielern. Die SG kam wieder heran, dann warf sie vergebene Chancen zurück. Ärgerlich: Benjamin Burić parierte zunächst einen Siebenmeter, musste sich dann aber doch geschlagen geben. Es hieß 27:30. Die SG gab nie auf. 63 Sekunden vor dem Ende verwandelte Emil Jakobsen einen Strafwurf zum 30:31. Die Kieler erarbeiteten sich ebenfalls einen Siebenmeter und nahmen die Punkte mit nach Hause.






