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#Moin Moin, Europe
- Vorschau auf die EHF European League

Neuer Modus, altes Ziel

Ende September startet die EHF European League in ihre Gruppenphase. Es gibt einen neuen Modus. Die SG Flensburg-Handewitt hat aber ein altes Ziel. Sie möchte wieder nach Hamburg, wo zum vierten Mal die EHF Finals der vier besten Mannschaften des Wettbewerbs ausgetragen werden.

Die drei Heimpartien der Gruppenphase sind angesetzt: Am Mittwoch, 30. September, um 18.45 Uhr gastiert Fraikin BM Granollers in der GGW Arena. Dabei handelt es sich um den Dino des europäischen Handballs. Der Klub kann auf eine seit 61 Jahren währende Erstklassigkeit verweisen, geht in die kommende Saison aber mit Demut. Vor der letzten Saison nahm Fraikin BM Granollers einen größeren Umbruch vor und landete in der Liga Asobal auf Platz drei – hauchdünn hinter La Rioja. In der EHF European League blieb der spanische Vertreter in der Hauptrunde ohne Sieg. „Wir stehen unter Druck, die Ergebnisse der letzten Saison zu verbessern“, sagt der 38-jährige Kapitän Adrià Figueras. Generell setzt Fraikin BM Granollers viel auf Talente. Im Rückraum tummeln sich ein ganzer Pulk interessanter junger, spanischer Handballer. Allein Spielmacher Bruno Reguart, der kurzzeitig für den TVB Stuttgart spielte, ist etwas erfahrener. Die sportliche Konstanz ist der Trainer: Antonio Rama spielte schon als Kind für Granollers und begann früh als Übungsleiter.

„Wölfe“ aus Rumänien
Am Dienstag, 13. Oktober, folgt um 20.45 Uhr das Duell mit ACS HC Buzau. Die 100.000-Einwohner-Stadt Buzău liegt in den südöstlichen Ausläufern der rumänischen Karpaten. Der Klub trägt den Beinamen „Die Wölfe“. Die Ballwerfer sind ein noch junges Rudel. Erst 2012 formierte sich der Verein. Nach dem Erstliga-Aufstieg von 2018 ging es zunächst gegen den Abstieg, dann bewegte man sich in den oberen Bereich. 2024 betonte eine Verpflichtung den Pioniergeist von Buzău. Serhiy Bebeshko wurde neuer Chefcoach. Der 58-Jährige spanische Staatsbürger mit ukrainischen Wurzeln kann auf eine beeindruckende sportliche Vita blicken. 1992 gewann er als Aktiver Olympia-Gold. Mit Serhiy Bebeshko erlebte der HC Buzau neue Höhepunkte. Im Frühling 2025 sprang der dritte Tabellenplatz heraus. Damit spielte der rumänische Emporkömmling erstmals international und schaffte es im EHF European Cup bis ins Viertelfinale. Der Kader kann als äußerst erfahren bezeichnet werden. Immerhin zehn Spieler sind 30 Jahre oder älter.

Talentschmiede aus Portugal
Am Dienstag, 24. November, geht es um 18.45 Uhr gegen Aguas Santas Milaneza. Unweit der Metropole Porto hat sich der Klub Aguas Santas Milaneza wegen seiner guten Nachwuchsarbeit einen Namen gemacht. Die Philosophie des Vereins basiert darauf, junge Spieler direkt in die erste Mannschaft zu integrieren, bevor sie zu den Top drei Portugals – FC Porto, Sporting CP und Benfica – oder ins Ausland wechseln. Luís Frade, João Gomes, Gonçalo Vieira oder Miguel Martins sind einige namhafte Handballer, die ihre Ausbildung in der Akademie von Aguas Santas genossen. Aufgrund dieser Ausrichtung stammen fast alle Handballer aus Portugal. Die einzige Ausnahme ist der junge kubanische Kreisläufer Jorge Guerra. Ein anderer Effekt: Der Altersdurchschnitt liegt niedrig. Nur vier Akteure sind älter als 25 Jahre.

Erstellt von jk