In der DAIKIN HBL geht es für die SG Flensburg-Handewitt zum zweiten Mal in Folge gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Gegner ist am Samstag der SC DHfK Leipzig. Anwurf in der GP JOULE Arena ist um 19 Uhr.
2025 – das war gewiss nicht das Jahr des SC DHfK Leipzig. Die letzte Saison schloss er mit Platz 13 ab. Zwischen Februar und Juni gelangen nur zwei Siege und drei Unentschieden. Das war den Verantwortlichen in der Messestadt zu wenig. Sie trennten sich von Trainer Rúnar Sigtryggsson. „Damit wollen wir frische Energie und neue Impulse in die Mannschaft bringen und diese mittelfristig so aufstellen, dass wir wieder ein ernsthafter Kandidat für einen einstelligen Tabellenplatz sind“, erklärte Geschäftsführer Karsten Günther. Die Vorbereitung nahm ein neuer Coach auf: Raúl Alonso. „Ich bin jemand“, sagte der Spanier, „der extrem viel Spaß daran hat, Prozesse mit zu entwickeln und zu sehen, wie sich ein Verein sukzessiv weiter verbessert – Tag für Tag, Jahr für Jahr, Saison für Saison.“ Doch der Spanier wurde schnell von einem Alltag eingeholt, der fast nur aus Misserfolgen bestand. Kein Team leistete sich so viele technische Fehler wie die Leipziger. Der negative Höhepunkt war die 24:42-Niederlage gegen die SG.
Einige personelle Veränderungen
Nach zwölf Spieltagen beurlaubte der SC DHfK den Trainer Raúl Alonso wie auch Sportdirektor Bastian Roschek. Tags darauf stand der Nachfolger fest: Frank Carstens. Einer der erfahrensten Übungsleiter der DAIKIN HBL. „Es sind viele Kleinigkeiten“, stellte er fest. „Man muss überall ein kleines bisschen besser werden.“ Wenig später wurde ein Transfer getätigt: Aus dem ungarischen Györ wurde Dean Bombač nach Sachsen gelotst. Der 36-jährige slowenische Spielmacher erwies sich als die nötige Verbesserung im Spielaufbau. Nach nur eineinhalb Trainingseinheiten stand er im Startaufgebot gegen den HSV Hamburg – und an Spieltag 16 glückte endlich der erste Sieg. Der SC DHfK steckt zwar immer noch tief im Tabellenkeller, inzwischen ist aber der Glaube an eine Wende vorhanden. Bei dem zur Verfügung stehenden Kader ist das auch nicht verwunderlich. Mit dem deutschen Nationalspieler Franz Semper, von 2020 bis 2023 bei der SG unter Vertrag, und dem Kroaten Marko Mamic stehen sogar zwei frischgebackene EM-Medaillengewinner im Aufgebot. Und das Torhütergespann mit Domenico Ebner und Tomas Mrkva gehört sicherlich zu den routinierten seiner Zunft.

