Die SG Flensburg-Handewitt erlebte einen erfolgreichen Sonntagabend. Nach dem 33:29 (15:15) über die Rhein-Neckar Löwen beendete sie die Hinrunde der DAIKIN HBL auf Platz zwei. Die besten Torschützen der SG waren Simon Pytlick (8) und Emil Jakobsen (8/2).
Benjamin Burić die erste Parade, Simon Pytlick das erste SG Tor – die ersten kleinen Erfolgserlebnisse weckten die Zuversicht in der „Hölle Nord“. Die nächsten Minuten hatten allerdings einige Dämpfer parat. Defensive wie Offensive erreichten nicht ihre normale Leistungsfähigkeit. Als ein passives Spiel in einen blitzschnellen Löwen-Konter und ins 4:8 mündete, nahm Aleš Pajović sein erstes Team-Timeout. Der Gast operierte mit viel Tempo. Nach nur 13 Minuten hatte sich die SG zehn Treffer eingefangen. Der Tiefpunkt: Nach 17 Minuten hieß es 9:14. Es herrschte etwas Unruhe, Katerstimmung kam aber nicht auf. Die 6:0-Abwehr der SG stand nun sehr stabil – die Aufholjagd konnte beginnen. Simon Pytlick erzielte das 12:14. Er musste allerdings behandelt werden. Für einige Angriffe spielten die beiden Linkshänder Niclas Kirkeløkke und Kent Robin Tønnesen gemeinsam. Emil Jakobsen, der sein 200. Pflichtspiel für die SG bestritt, schloss einen Konter zum vielumjubelten 15:15 ab. Es war der erste Ausgleich seit dem 2:2.
Ab dem 17:16 immer geführt
Mit Wiederbeginn war wieder alles auf Gleichstand. Stehende Ovationen begleiteten die ersten Angriffe des zweiten Durchgangs. Aber erst als sich fast alle wieder hingesetzt hatten, fiel die erste Führung des Tages: das 17:16 durch Marko Grgić. Die meisten standen nun wieder und erlebten so im Stehen, wie Domen Novak den nächsten Gegenstoß lief und weiter erhöhte. Die „Hölle Nord“ tobte. Ein Problem mit der Zeitanzeige sorgte für eine etwas längere Unterbrechung. Direkt danach demonstrierte Simon Pytlick Entschlossenheit und traf zum 20:17. Die Rhein-Neckar Löwen reagierten mit einer Auszeit. Die SG hatte allerdings eine kleine Welle erwischt: Marko Grgić erhöhte auf 22:18, und dann prallten die beiden nächsten Gäste-Vorstöße an Benjamin Burić ab. Zarte Siegesgesänge brandeten auf, doch die SG konnte ihren Vorsprung nicht ausbauen. Im Gegenteil: Sechs torlose Minuten zehrten an den Nerven. Die Rhein-Neckar Löwen kamen auf 23:22 heran. Zum Glück führte Benjamin Burić nun eindeutig die Regie im Torwart-Duell. Frenetischer Jubel brach aus, als er einen Siebenmeter abwehrte. Im Rausch dieser kühnen Tat legten Johannes Golla und Domen Novak nach. Die SG war auf 29:24 davongezogen – die Vorentscheidung. Die SG konnte trotz der wenigen guten Auftaktphase die Badener unter der 30er Marke halten. Wenige Sekunden vor Schluss parierte Benjamin Burić seinen zweiten Strafwurf. Der Jubel ging in den finalen Applaus über.





