Das erfolgreiche Viertelfinale der EHF European League kann für die SG Flensburg-Handewitt nur eine Momentaufnahme sein. Schon am morgigen Samstag geht es gegen den TBV Lemgo Lippe weiter in der Jagd nach dem zweiten Platz in der DAIKIN HBL. Anwurf in der GP JOULE Arena ist um 19 Uhr.
Seit 15 Monaten ist Aleš Pajović inzwischen Chefcoach der SG. Es gibt nur wenige Gegner, gegen die er sich noch nicht über einen Erfolg freuen durfte. Zu diesem Kreis gehört der TBV Lemgo Lippe. Im März 2025 brach die SG in Westfalen nach gutem Start ein und verlor mit 29:34. Und im Dezember kam die Aufholjagd nach einer schwächeren ersten Hälfte zu spät und endete mit einer 33:34-Niederlage. „Gegen Lemgo hatten wir immer etwas Probleme, die können auch wirklich gefährlich sein“, weiß Aleš Pajović. Er ist aber optimistisch, dass im dritten Anlauf ein Erfolg glückt. Für die SG sprechen der Heimvorteil und die aktuell gute Form. „Wir müssen unsere Qualität wieder auf das Spielfeld bringen und schnell nach vorne laufen“, betont der Chefcoach. Als großer Freund der Defensive hat er seinen eigenen Fokus auf Tempo-Handball umgestellt. Der Geschwindigkeitsrausch ist offenbar die aktuelle Prämisse im europäischen Spitzenbereich. Die SG schaffte in Hannover 43 Tore, der SC Magdeburg nun sogar 45 Treffer gegen Szeged.
Der Weg in die EHF Champions League
Die letzten fünf Spieltage in der DAIKIN HBL sollen die Antwort geben, welche Klubs sich für die nächste EHF Champions League qualifizieren. Neben dem wahrscheinlichen deutschen Meister SC Magdeburg wird der Tabellenzweite mit Sicherheit für die europäische Königsklasse berücksichtigt werden. Der dritte Rang gilt als sehr unsicher, da der Sieg in der EHF European League als höherwertig betrachtet wird und maximal drei Klubs aus Deutschland am höchsten Vereinshandball-Wettbewerb teilnehmen dürfen. Es sieht aktuell so aus, dass die SG mit den Füchsen Berlin um den Vize-Platz buhlt. Umso wichtiger wäre ein Sieg gegen Lemgo. Gut, dass es im Kader höchstwahrscheinlich keine Veränderungen geben wird. Dagegen konnte TBV-Rückraummotor Lukas Hutecek die letzten drei Wochen nicht spielen. „Ich rechne immer mit allem, bereite mich auf jede Möglichkeit vor“, sagt Aleš Pajović. „Aber ich glaube nicht, dass er spielen wird.“ Lukas Hutecek wie auch Torwart Constantin Möstl kennt der SG Trainer aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit für den österreichischen Verband sehr gut.
