Die SG bleibt in dieser Saison auswärts ungeschlagen. Sie gewann am Freitagabend mit 35:32 (16:14) bei der MT Melsungen. Die besten Torschützen der SG waren Marko Grgić (9/1) und Simon Pytlick (8).
Die SG musste in Kassel ohne Luca Witzke auskommen. Der Rückraumspieler erlitt in der Partie gegen Turda eine Bänderverletzung im Knöchel und wird auch die nächsten sechs bis acht Wochen ausfallen. So reduzierten sich die Wechselmöglichkeiten im Rückraum. In der in dieser Saison erstmals ausverkauften Rothenbach-Halle boten beide Teams einen flinken Start mit vielen Treffern. Die SG hatte einen stimmgewaltigen Fan-Block dabei, der aus dem Häuschen war, als ihre Lieblinge einen 5:0-Lauf auf die Platte zauberten. Kent Robin Tønnesen traf zum 8:4. Die MT Melsungen blieb sechs Minuten ohne Torerfolg. Ein Erfolgserlebnis für die 6:0-Abwehr, in der Johannes Golla und Lukas Jørgensen den Mittelblock bildeten. Technische Fehler und eine Zeitstrafe gegen Marko Grgić ließen den Vorsprung schrumpfen. Wenn Benjamin Burić nach seinem gestrigen Geburtstag nicht einige Bälle gehalten hätte, dann wäre der Ausgleich sehr rasch gefallen. So war es erst nach 25 Minuten der Fall: Es hieß 13:13. Ales Pajović hatte Gesprächsbedarf für die Deckung wie auch für den Angriff, wo die Quote unter 60 Prozent gesunken war. Simon Pytlick und Marko Grgić rissen wieder das Zepter an sich, sodass die Nordlichter mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause gingen.
Entscheidender Zwischenspurt nach dem 20:20
Das kleine Halbzeit-Pölsterchen war mit den beiden ersten Positionsangriffen der Hausherren aufgebraucht. Da roch es nach einem heißen Tanz bis in die Schlussphase. Ein Pass von Simon Pytlick erreichte Johannes Golla nur mit etwas Glück. Der Kapitän traf zum 22:20 für die SG. Benjamin Burić lenkte einen Wurf mit seinem Oberarm an die Latte. Kleinigkeiten, die dabei halfen, eine Vier-Tore-Führung zu erzielen. Emil Jakobsen, der an diesem Abend kaum angespielt wurde, musste nach einem Foul an der Schulter behandelt werden und schied aus. Mit einem 28:26 ging es in die letzten zehn Minuten. Es war ein wertvolles Pfund für die SG, dass Benjamin Burić klare Vorteile im Torhüter-Duell hatte. Marko Grgić und Simon Pytlick machten auch nicht den Eindruck, dass sie sich trotz ihrer Dauerbelastung auf der letzten Rille bewegten. Der Däne erhöhte mit einem herzhaften Wurf auf 32:28 und fiel kurz darauf über die Beine eines der beiden Schiedsrichters. Ein kleiner Schreckmoment ohne böse Folgen. Was entscheidend war: Die Effizienz der SG erreichte in der zweiten Halbzeit einen höheren Wert als in der ersten. So brannte nichts mehr an, und die SG konnte sich mit zwei Punkten auf den Heimweg machen.
