Die SG Flensburg-Handewitt startete mit einem Heimsieg in die Saison 2026/27. Sie gewann am Freitagabend gegen den ThSV Eisenach mit 33:31 (20:18). Die besten Torschützen waren Simon Pytlick (7) und Aymeric Minne (6).
Als die Mannschaft in die verdunkelte „Hölle Nord“ einlief, knisterte es, als ob die fast dreimonatige Sommerpause nie gewesen wäre. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid“, ertönte es bereits vor dem Anwurf. „Ole, ole, ole, super Flensburg-Handewitt!“ Nach 45 Sekunden fiel das erste SG Tor der neuen Serie. Vom linken Flügel traf Goalgetter Emil Jakobsen. Aymeric Minne, der zusammen mit Simon Pytlick im Rückraum operierte, hatte einen sehr guten Start. Emil Bergholt vollendete einen Gegenstoß zum 5:2. In den ersten zehn Minuten agierte die SG Offensive „hundertprozentig“. Niclas Kirkeløkke erhöhte auf 8:5. Dann schlichen sich Fehler ein, und der ThSV Eisenach war zurück. Benjamin Burić hielt seinen Strafwurf und musste sich dieses Mal nicht im Nachwurf geschlagen geben wie noch einige Minuten zuvor. Es herrschte Ekstase. Die SG lag ständig knapp vorne und brachte mit Marko Grgić und Blaž Blagotinšek frische Kräfte. Vor der Pause war viel Energie unter dem Dach. Die 6:0-Abwehr erarbeitete sich wichtige Ballbesitze. Aymeric Minne erzielte das 20:16. Der Jubel verhallte allerdings schnell. Zwei Sekunden vor der Sirene war Eisenach wieder auf zwei Tore heran.
Starke Schlussphase brachte die Entscheidung
Mit einem Mini-Polster ging die SG in die zweiten 30 Minuten. Allerdings dauerte es nur drei Minuten, da hatte sich die Angelegenheit komplett gedreht. 20:21 – das war keineswegs ein guter Wiederbeginn. Aymeric Minne brachte seine Farben beim 22:21 wieder in Führung, musste aber an der Hand behandelt werden. Die Nordtribüne skandierte: „Auf geht´s, Flensburg! Kämpfen und Siegen!“ Mit einem entschlossenen Sprung ergatterte Aksel Horgen den Ball. Im nächsten Positionsangriff markierte Marko Grgić das 24:22. Es blieb aber dabei: Die SG musste Schwerstarbeit verrichten. Simon Möller hatte einen guten Einstand zwischen den Pfosten. Lasse Møller erzielte das 27:26. Die „Hölle Nord“ leistete den emotionalen Schulterschluss. Dennoch hieß es bald 28:30. Der Wille war nicht zu erschüttern. Marko Grgić traf zum 30:30, Simon Möller feierte eine weitere Parade, und Emil Bergholt schloss zum 32:31 ab. In der Schlussphase mischten Aymeric Minne und Simon Pytlick mit. Der Däne schoss zum 33:31 durch und sorgte für große Erleichterung im Rund: Die SG hatte die Partie doch noch gedreht.







