Beim traditionellen Methe-Methe-Tag, der in diesem Jahr im Rahmen der 1250-Jahr-Feier der Stadt Vellmar abgehalten wurde, hat die SG Flensburg-Handewitt mit 44:16 (22:7) gegen die Regionalliga-Aufsteiger TSV Vellmar gewonnen.
Das Freundschaftsspiel in der Großsporthalle im hessischen Vellmar fand zum Gedenken an die 2011 auf tragische Weise verstorbenen, für den TSV pfeifenden Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe statt.
„Es war ein gutes Spiel heute. Alle haben ihre Einsatzzeiten bekommen und wir konnten die Belastung gut auf alle Spieler verteilen”, so Aleš Pajovič. Für den SG-Coach war es eine gelungener Gastauftritt. „Wenn es in unseren Zeitplan passt machen wir solche Spiele gerne und es war schön zu sehen, wie voll die Halle, trotz der Temperaturen war”. Der Flensburger Trainer konnte sogar verschmerzen, dass sein Team in den letzten Minuten, als als Showeinlage Fuß- statt Handball gespielt wurde, verlor. „Viele Kinder waren heute in der Halle und konnten ihre Idole sehen Das tröstet mich darüber hinweg, dass wir im Fußball verloren haben.”
Die Methe-Zwillinge gehörten ab 1993 zum DHB-Kader und leiteten gemeinsam 670 Bundesligaspiele. Ab 1998 waren sie auch international an der Pfeife. Am 11. November 2011 starben sie bei einem Autounfall auf dem Weg zum Bundesligaspiel Balingen gegen Magdeburg. Ein Jahr später wurde erstmals der Methe-Methe-Tag in ihrem Heimatverein abgehalten. Bei den jährlich wiederkehrenden Benefizspielen wird Geld für die Hinterbliebenen gesammelt bzw. diesmal wurden diverse Handball-Artikel zu Gunsten der Schiedsrichter- und Nachwuchsarbeit im TSV verkauft und versteigert.
Für die SG geht es am Wochenende mit dem HSG Premium Cup in Nordhorn weiter. Im Halbfinale am Sonnabend (14.30 Uhr) geht es für die Norddeutschen gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Füchse Berlin. Am Sonntag wartet dann im Finale (17 Uhr) oder im Spiel um Platz drei (14.30 Uhr) entweder der FC Barcelona oder Gastgeber HSG Nordhorn-Lingen mit dem ehemaligen Flensburger Mark Bult als Cheftrainer an der Seitenlinie.
SG: Burić, K. Møller - Pytlick n. e., Golla 4, Kirkeløkke 1, Grgić 1, Tønnesen 2, Horgen 4, Volz 4, Jakobsen 11, Knutzen, 4, Blagotinšek 5, Novak 7, L. Møller 1, Witzke
