Die SG Flensburg-Handewitt hat im Kampf um den zweiten Platz der DAIKIN HBL zwei wichtige Punkte liegen lassen. Drei Tage nach der bitteren Niederlage von Magdeburg folgte ein 33:37 (16:19) beim TVB Stuttgart. Die besten Torschützen der SG waren Marko Grgić (7), Emil Jakobsen (6) und Domen Novak (6/3).
Bei sommerlichen Temperaturen in Stuttgart erwischte die SG keinen guten Start. Ein Wurf flog am Ziel vorbei, ein anderer an den Pfosten. Dazu gesellte sich ein Fehlpass, und es fehlte die Bindung in der Abwehr. Sehr schnell hieß es 5:1 für die Bittenfelder. Für die SG erzielten Niclas Kirkeløkke, Domen Novak und Marko Grgic die ersten Treffer. Dritter Mann im Rückraum war zunächst Lasse Møller, der Johannes Golla am Kreis vorbildlich einsetzte. Der Kapitän verkürzte auf 6:7. Die gut 100 anwesenden SG Fans registrierten allerdings, dass ihre Lieblinge das Geschehen nicht in den Griff bekamen. Nach 15 Minuten lagen sie mit 9:11 zurück, mit 11:14 nach 20 Minuten und nach 24 Minuten sogar mit 12:16. Die SG suchte nach ihrem Rhythmus. Benjamin Burić half mit einigen Paraden. Emil Jakobsen verkürzte vom linken Flügel auf 16:18. Ärgerlich, dass man sich praktisch mit der Halbzeit-Sirene noch einen Treffer einfing.
Auf die Wende folgten Fehler
Keine Frage: Für einen Erfolg in Stuttgart war eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang erforderlich. Sehr gut in den zweiten Durchgang kam Niclas Kirkeløkke: zwei Tore und ein herausgeholter Siebenmeter. Weniger förderlich war es hingegen, dass Emil Jakobsen und Marko Grgić die Siebenmeter nicht verwandeln konnten. Immerhin drückte Marko Grgić den Nachwurf zum 19:21 in die Maschen. Kurz darauf lief die SG zwei Gegenstöße in Folge. Johannes Golla traf, dann auch Emil Jakobsen – und es hieß nur noch 21:22. Die Stuttgarter operierten viel mit vier Rückraumspielern, konnten aber nicht verhindern, dass sie beim 25:26 erstmals zurücklagen. Aus dem Feld heraus zeigte Emil Jakobsen eine hohe Effizienz, für die Strafwürfe trat nun Domen Novak an. Das Momentum befand sich eigentlich auf Seiten der SG, als sich wieder einige Fehler einschlichen. Ein 1:7-Negativlauf erwies sich als verhängnisvoll. Wenig später lag die SG mit 29:35 zurück. Ein Rückstand, der sich auch mit einer offenen Deckung nicht mehr korrigieren ließ.





